Fricktal
Sternsingen wird im Fricktal meist ökumenisch ausgelegt

Die Fricker Sternsinger sind die ersten, die sich auf den Weg machen. «In Frick sind die Sternsinger traditionell immer schon im Dezember unterwegs», erzählt Jacqueline Gasser, Pfarreisekretärin der römisch-katholischen Kirchgemeinde Frick.

Marc Fischer
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Bald sind wieder Sternsinger unterwegs – wie 2011 in Frick. zvg

Bald sind wieder Sternsinger unterwegs – wie 2011 in Frick. zvg

In diesem Jahr sind die Kinder in Gruppen am 27., 28. und 29. Dezember, jeweils ab 16 Uhr unterwegs. «Die Gruppen bestehen hauptsächlich aus Ministranten, es hat aber auch Gastkönige aus der katholischen Kirchgemeinde dabei», so Gasser weiter.

Konfessionsgebundene Tour

An den drei genannten Tagen absolvieren die Gruppen in Frick eine konfessionsgebundene Tour. «Die Kinder erhalten Listen mit allen katholischen Haushaltungen und klingeln an den aufgeführten Adressen, um die Häuser zu segnen», führt Jacqueline Gasser den Ablauf aus.

Mit diesem Vorgehen steht die Kirchgemeinde Frick alleine auf weiter Flur, wie eine kurze Umfrage in anderen Pfarreien im Fricktal zeigt. Zwar ist die römisch-katholische Kirche überall federführend, der Brauch wird allerdings jeweils ökumenisch ausgelegt.

Rolf Zimmermann, Diakon in Herznach, schmunzelt, als er die Frage nach der Konfessionsgebundenheit hört. «Die Kinder fragen sicherlich nicht nach dem Taufschein.» In Herznach und Ueken ziehen die Sternsinger am 4. Januar von Haus zu Haus. Wer die Kinder auf keinen Fall verpassen will, kann sich im Voraus anmelden. In Zeihen gehen die Sternsinger am 5. Januar auf Segnungstour und in Hornussen am Dreikönigstag – dort allerdings ohne Anmeldung. Neben dem Spenden des Segens sammeln die Kinder auch Geld. «In diesem Jahr gehen die Spenden aus allen Sammelaktionen der Sternsinger in Deutschland, Österreich und der Schweiz an Projekte in Tansania», erklärt Sabina Meier, kirchliche Mitarbeiterin im Seelsorgeverband Homberg.

Teilweise auf Voranmeldung

Auch im Seelsorgeverband Fischingertal sind in allen vier Gemeinden Sternsinger unterwegs. Gemeinsam ist den vier Gemeinden Mumpf (5. Januar), Obermumpf (5. Januar), Schupfart (6. Januar) und Wallbach (6./7. Januar), dass die Sternsinger ökumenische Hausbesuche machen.

Premiere in Stein

In Eiken konnten sich ebenso wie in Stein, wo in diesem Jahr erstmals Sternsinger unterwegs sind, Kinder aller Konfessionen melden. Nun besuchen die Gruppen die Haushalte, die sich für einen Besuch angemeldet haben. Auch der Gipf-Oberfricker Gemeindeleiter Martin Linzmeier betont die Ökumene. «Die Primarschüler ziehen in Gruppen los und besuchen die Haushalte, die sich angemeldet haben. Die Besuche sind nicht konfessionsgebunden und es sind auch Sternsinger auf Tour, die nicht römisch-katholisch sind.»

Ganz strikt an die römisch-katholischen Haushalte hält man sich aber auch in Frick nicht. Wer einer anderen Konfession angehört oder die Sternsinger verpasst hat, kann sich am 30. Dezember bis spätestens um 14 Uhr telefonisch auf dem katholischen Pfarramt melden und wird danach von einer Gruppe Sternsinger besucht. «Solche Anfragen kommen vereinzelt vor. Früher zogen wir aber auch von Haus zu Haus», merkt Jacqueline Gasser an, «heute ist dies aufgrund des Wachstums von Frick leider nicht mehr möglich.»

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