Möhlin
«Ein weiterer Mosaikstein»: Gemeinde und Schule feiern die Eröffnung des neuen Oberstufenzentrums

Gut eingelebt und angekommen – das seien Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen im neuen Ergänzungsbau Steinli der Schule Möhlin seit ihrem Einzug Anfang August. Nun wurde das neue Schulgebäude, ein 13-Millionen-Franken-Projekt, mit zahlreichen Gästen aus Möhlin und dem Wegenstettertal auch noch offiziell eingeweiht.

Hans Christof Wagner
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Freuen sich über den gelungenen Erweiterungsbau der Schule Steinli in Möhlin: (von links) Gemeindeammann Fredy Böni, Gemeinderat Karl Eiermann, Schulpflegepräsident Stephan Müller, die Architekten Niklaus Widmer und Samuel Lienhart, Projektleiter Thomas Strittmatter und Bauleiter Markus Zipfel.

Freuen sich über den gelungenen Erweiterungsbau der Schule Steinli in Möhlin: (von links) Gemeindeammann Fredy Böni, Gemeinderat Karl Eiermann, Schulpflegepräsident Stephan Müller, die Architekten Niklaus Widmer und Samuel Lienhart, Projektleiter Thomas Strittmatter und Bauleiter Markus Zipfel.

Hans Christof Wagner / Aargauer Zeitung

Der Ergänzungsbau Steinli der Schule Möhlin ist jetzt auch offiziell bezogen und eröffnet. Mit zahlreichen Festgästen und einem musikalischen Programm feierten die Projektbeteiligten die Einweihung des 13-Millionen-Franken-Projekts. Am Schulhaus Steinli ist dank des Ergänzungsbaus nun ausreichend Raum für alle Oberstufenschüler aus Möhlin und dem Wegenstettertal.

Hintergrund des Baus war es, die gesamte Oberstufe – Real, Sek und Bez – im Steinli zusammenzufassen, um das Bezirksschulhaus künftig als Primarschulhaus nutzen zu können. Neben zehn Klassenzimmern bietet der Steinli-Ergänzungsbau Aufenthalts- und Gruppenräume sowie Zimmer für Förderunterricht und Tagesstrukturen. 24 Räume sind es insgesamt.

Erinnerung an die Anfänge im Jahr 1992

Gemeindeammann Fredy Böni erinnerte in seiner Begrüssung an das Jahr 1992, als die Gemeinde mit dem Kauf von 7000 Quadratmetern Ackerland den Grundstein gelegt habe zum Ausbau des Schul- und Sportareals Storebode/Steinli. Seitdem seien gesamthaft und ohne Landkäufe 53 Millionen Franken ins Areal investiert worden. Böni sagte:

«Mit Stolz und Freude dürfen wir das neue Oberstufenschulhaus einweihen und damit vorläufig einen der letzten Steine in unser schönes Mosaik einfügen.»

Der zeitliche Weg von der Geburt dieses Projektes bis zur Inbetriebnahme sei «sportlich und voller Herausforderungen» gewesen, betonte Gemeinderat Karl Eiermann. Er bekannte:

«Zeitweise habe auch ich daran gezweifelt, ob es gelingt, das Schulhaus im Juni 2021 zu übergeben. Doch das Wunder von Möhlin steht.»

Seit sie im August eingezogen sind, hätten sich Lehrpersonen wie Schülerinnen und Schüler gut im neuen Gebäude eingelebt.

Zu Beginn der Feier begrüsste der Schülerchor die Gäste.

Zu Beginn der Feier begrüsste der Schülerchor die Gäste.

Hans Christof Wagner

An dem von den Architekten Felber, Widmer, Schweizer in Aarau im Rahmen eines Wettbewerbs eingesandten Entwurf hätten vor allem die räumliche Flexibilität und die Einbindung des Neubaus in die bestehende Gebäudelandschaft gefallen. «Obwohl frei stehend, kann man den Erweiterungsbau dank überdachter Wege trockenen Fusses erreichen», unterstrich Eiermann.

Da kam Stimmung auf: Schüler- und Lehrerbands rockten die Aula.

Hans Christof Wagner

Sportlicher Zeitplan bei nur 18 Monaten

Schulpflegepräsident Stephan Müller nannte es sportlich, dass für die Errichtung des Baus nach dem Spatenstich im Februar 2020 nur 18 Monate Zeit waren. Aber es habe funktioniert. Die Bedenken der Kritiker des Modells, alle Oberstufenschülerinnen und -schüler im Steinli zusammenzufassen, hätten sich nicht bewahrheitet, sagte Müller.

Auch die Bez-Schülerband trat bei der Feier zur Unterhaltung der Gäste auf.

Auch die Bez-Schülerband trat bei der Feier zur Unterhaltung der Gäste auf.

Hans Christof Wagner / Aargauer Zeitung

Er nannte den Ergänzungsbau Steinli «schlicht». Doch mit seinen lichtdurchfluteten Räumen könnten sich Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler darin wohlfühlen. Neben denen aus Möhlin selbst gehören auch rund 60 Jungen und Mädchen aus dem Wegenstettertal dazu. Hintergrund ist das Aus der Oberstufe der Kreisschule Wegenstetten-Hellikon, nachdem Pläne, Aussenstandort der Schule Gipf-Oberfrick zu werden, gescheitert waren.

Hohe Standards, viele Beteiligte

Architekt Niklaus Widmer ging in der Folge auf den umfangreichen Anforderungskatalog ein, den die Gemeinde für den Ergänzungsbau formuliert hatte. Dies alles unter einen Hut zu bekommen, sei die Herausforderung bei der Verwirklichung des Projekts gewesen. Hohe Standards, viele Beteiligte – und doch sei das Vorhaben «von Anfang gut gelaufen» und habe jetzt auch erfolgreich beendet werden können – auch unter Einbezug der Hauswarte und Lehrpersonen, so Widmer.

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