Stein/Bad Säckingen
Die Finanzierung steht: Ab dem 27. Juni wird die Fridolinsbrücke zur Grossbaustelle

Die Sanierung des 1979 eröffneten Rheinübergangs zwischen Stein und Bad Säckingen startet im Sommer und wird bis Herbst 2023 dauern. Der Regierungsrat des Kantons Aargau bewilligte jetzt seinen Anteil in Höhe von 5,62 Millionen Franken. Die Deutschen haben ihren bereits locker gemacht – genauso wie die Gemeinde Stein.

Hans Christof Wagner
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Die Fridolinsbrücke zwischen Stein und Bad Säckingen ist sanierungsbedürftig.

Die Fridolinsbrücke zwischen Stein und Bad Säckingen ist sanierungsbedürftig.

Johanna Mutscheller (20. Januar 2020)

Die Sanierung der bereits mehr als 40-jährigen Fridolinsbrücke zwischen Stein und Bad Säckingen wird am 27. Juni starten. Möglich macht dies das Okay des Regierungsrats des Kantons zu seinem Kostenanteil in Höhe von 5,62 Millionen Franken.

Beide Partner, der Aargau auf Schweizer und das Land Baden-Württemberg auf deutscher Seite, teilen sich die auf total 10,87 Millionen Franken bezifferten Gesamtkosten zu fast gleichen Teilen.

Fast – weil der Kanton im Gegensatz zu den Deutschen zusätzlich 900'000 Franken in die Instandsetzung der auf Steiner Seite gelegenen, in die Brücke eingebauten Fussgängerunterführung investiert. Daran wird sich mit einem Kostenanteil von 35 Prozent, oder total 519’000 Franken, auch die Gemeinde Stein beteiligen.

Kostenzusage der Deutschen liegt schon seit März vor

Der Regierungsrat hätte seinen Kostenanteil nicht gesprochen, wäre zuvor nicht die Zusage der Deutschen eingegangen. Diese hätten bereits mit Schreiben vom 2. März die Kosten- und Finanzierungsbeteiligung für die Instandsetzung der Rheinbrücke dem Grunde nach bestätigt, so BVU-Sprecher Giovanni Leardini. Es sind dies 4,72 Millionen Franken – die Hälfte der reinen Sanierungs- und Ausbaukosten in Höhe von 9,44 Millionen Franken.

Die Sanierung der Brücke hätte schon 2020 starten sollen. Doch der Beginn der Arbeiten wurde auf 2022 verschoben, weil die Idee entstanden war, sie im Zuge der Sanierung auch für den grenzüberschreitenden Veloverkehr fit zu machen.

Fit muss die Brücke aber auch für die tägliche, durch Autos, Lastwagen und Schwertransporte hervorgerufene Belastung gemacht werden. Ihre Tragstruktur muss verstärkt, ihre Abdichtung erneuert werden. Investiert wird ebenso in neue Fahrbeläge, Geländer, Lampen und Lichtsignalanlagen.

Fahrspuren werden zu Gunsten von beidseitigen Trottoirs verschmälert

Nach der Sanierung werden die Autolenkerinnen und -lenker nicht mehr so viel Platz haben wie jetzt noch: Ihre Fahrspuren werden zu Gunsten von beidseitigen Trottoirs, die auch vom Veloverkehr genutzt werden, verschmälert.

Der Kanton schätzt, dass die Bauarbeiten bis Herbst 2023 dauern werden. Leardini erklärt:

«Während der Bauzeit wird das vorhandene Verkehrsregime aufrechterhalten.»

Die Brücke während der Arbeiten zu sperren, ist nicht vorgesehen – weder für Autos, noch für Lastwagen. Für die zweite Bauphase kündigt der Kanton die Installation eines provisorischen Fussgängerstegs an der Brückenunterseite an. So können Passantinnen und Passanten den Rhein unbehelligt überqueren.

Die Gemeinde Stein freut sich schon jetzt auf Ende 2023 – die Zeit nach Beendigung der Arbeiten. Gemeindeschreiber Sascha Roth sagt:

«Mit dem Ergebnis der Brückensanierung, wird sich insbesondere für den Veloverkehr eine deutliche Verbesserung abzeichnen.»

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