An der Versammlung der IG pro Steg in Rheinfelden lag der Fokus einerseits auf dem Steg, auf den die Vereinsmitglieder nun doch schon einige Zeit warten. Trotz der Baubewilligung auf beiden Seiten des Rheins konnte mit dem erwarteten Bau noch nicht begonnen werden. Das bewilligte Geld reicht bei weitem nicht (die AZ berichtete). Es braucht in beiden Rheinfelden einen Nachtragskredit.

«Badisch Rheinfelden hat die Finanzierung bewilligt. Jetzt muss die Schweizer Seite noch nachziehen. Das war 2016 schon einmal der Fall an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 30. März», heisst es in einer Mitteilung der IG.

Die Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 19. Juni wurde den Vereinsmitgliedern durch die Bauverwaltung, vertreten durch Christian Lier, Chef Abteilung Tiefbau, erläutert und erklärt. Die Versammlung war sich einig, dass auch in diesem Fall das pro Steg zum Tragen kommt und plädierte für ein Ja am 19. Juni. «Hoffen wir, dass die Wiederholung vom 30. März 2016 ein gutes Omen ist und erneut ein Ja für den Steg kommt», heisst es in der Mitteilung.

Der zweite Schwerpunkt betrifft die Aussichtsplattform Brown-Nizzola, die durch die Gemeindeversammlung bewilligt wurde. «Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass die IG pro Steg am Geldsammeln für eine Erweiterung mit einer entsprechenden Inszenierung ist», heisst es weiter. Die Sammlung läuft und bis Ende Juli sollte die ganze Summe für den Bau beisammen sein. Aktuell läuft auf der Seite lokalhelden.ch ein Crowdfunding für die Plattform (die AZ berichtete). Neben den schon zugesagten 314 200 Franken fehlen noch rund 90 000 Franken für die Vollfinanzierung.

Kilian Elsasser von der Firma Museumsfabrik, der im Auftrag der IG pro Steg eine Inszenierung für die Brown-Nizzola-Plattform entworfen hat, die gut ankommt, erläuterte in einem Vortrag mit Bildern, was gebaut werden kann, damit für den Tourismus, die regionale Bevölkerung, Schulen und viele mehr eine interessante Darstellung zum Thema «Rheinfelden hat Weltgeschichte des Stroms mitgeschrieben», rüberkommt.

Die IG pro Steg ist auch bei diesem Projekt für die internationale Bauausstellung 2020 zuversichtlich, dass die historische Geschichte für Rheinfelden mit der Unterstützung von Kanton, Bevölkerung, Institutionen und Firmen in der erweiterten Version gebaut werden kann. «Mit diesen zwei Projekten können sich die beiden Rheinfelden zeigen und erneut Geschichte schreiben.» (AZ)