Wahr ist, dass die Bautätigkeit der Fusionsgemeinde so hoch wie nie zuvor ist – 40 Wohnungen entstehen derzeit, bis Mitte 2017 sollen es 80 sein. Wahr ist aber auch, dass das Mettauertal ein Bekanntheitsproblem hat: «Befragt man Menschen in Brugg, wo Mettauertal liegt, dann können nur wenige die richtige Antwort geben», weiss Peter Weber, Gemeindepräsident von Mettauertal.

Um dies zu ändern und um Zuzüger anzulocken, hat der Gemeinderat die Megura AG Werbeagentur ASW aus Wettingen beauftragt, eine Standortmarketingkampagne zu erarbeiten. Für die Ausarbeitung genehmigte die Gemeindeversammlung im November 2015 einen Kredit über 150 000 Franken. Die ersten Werbemassnahmen für den Wohnraum Mettauertal sollen Mitte August sichtbar sein.

Das ländliche Mettauertal möchte mehr Aufmerksamkeit.

Das ländliche Mettauertal möchte mehr Aufmerksamkeit.

Idylle, Ruhe und Naturnähe

Auf die Frage, welche Kernbotschaft der Werbekampagne zugrunde liegt, antwortet Weber: «Die Vorzüge unserer Gemeinde liegen auf der Hand: Idylle, Ruhe und Naturnähe.» So sähen viele Einwohner das Mettauertal als Kontrast zum stressigen und hektischen Berufsalltag. Dementsprechend hat die Werbeagentur bereits mehrere Sujets ausgearbeitet, auf denen negativ gefärbte Attribute positiv mit dem Mettauertal verbunden werden.

So wird auf einem vorläufigen Motiv mit grasenden Kühen und dem Schriftzug «Rushhour à la Mettauertal» geworben. «Bei uns gibt es keinen Stau – höchstens, wenn die Kühe auf die Weide geschickt werden», sagt Weber. Da das Mettauertal für seine Holzköhlerei bekannt ist, wurde als weiteres Motiv ein brennender Kohlenmeiler gewählt und mit dem Slogan «Burnout à la Mettauertal» versehen. Wie mit den einzelnen Sujets geworben wird, will Weber jedoch noch nicht verraten.

2500 Einwohner als Vorgabe

Ziel ist es, dass die Gemeinde vor allem im Raum Brugg/Döttingen mehr Bekanntheit erreicht: «Mit dem neuen Park Innovaare in Villigen und der neuen Fachhochschule Brugg-Windisch gibt es dort grosses Potenzial», sagt Weber. Geht es nach dem Gemeindepräsident, dann soll die Einwohnerzahl von Mettauertal in einigen Jahren von heute 1931 auf 2500 ansteigen. «Unsere Infrastruktur kann diese Einwohnerzahl ohne Probleme tragen», sagt er und fügt hinzu, dass dadurch das Loch von einer Millionen Franken an Steuereinnahmen gestopft werden könnte.

An genügend Bauland mangelt es der jungen Gemeinde jedenfalls nicht. So stehen ihr momentan 14 Hektaren zur Verfügung. «Bei der Fusion 2010 haben wir mit dem Kanton die Vereinbarung getroffen, dass wir sämtliches Bauland behalten dürfen», erzählt Weber. Dementsprechend soll durch das Standortmarketing auch die Attraktivität für Bauinvestoren gesteigert werden. Der Gemeindepräsident  ist davon überzeugt, dass durch die Erhöhung des Bekanntheitsgrades, einige Neuzuzüger den Weg ins Tal finden werden: «Bei den Köhlerfesten 2004 und 2014 hatten wir den ein oder anderen zu Besuch, der das Mettauertal zuvor nicht kannte, sich aber dann bei uns niedergelassen hat.»

Vernissage, Marketing-Kampagne:

Donnerstag, 18. August, 17:30 Uhr, Versammlungsraum Mettau.