Wallbach

Start geglückt: Die neuen Wirte sind zufrieden mit den ersten Wochen im «Fabriggli»

Die neuen Wirte Evelien Reukers und Simon Hauri sind zufrieden mit ihrem Start im «Gasthof Fabriggli» in Wallbach.

Die neuen Wirte Evelien Reukers und Simon Hauri sind zufrieden mit ihrem Start im «Gasthof Fabriggli» in Wallbach.

Vor einigen Wochen noch sassen sie als Gäste hier, jetzt sind sie die Chefs: Seit Anfang Februar führen Evelien Reukers und Simon Hauri das «Fabriggli» in Wallbach, neu unter dem Namen «Gasthof Fabriggli». Die beiden lassen den Blick über die Gaststube schweifen. Einige Handwerker sitzen hier, essen ein Znüni. «Wir bieten jeden Morgen Sandwiches und Gipfeli an», sagt Reukers. Das Angebot werde gerne genutzt. Überhaupt: Die Pächter sind mit der Gästezahl zufrieden.

Das Handwerkerznüni am Morgen, je zwei Tagesmenüs über Mittag, Kaffee und Kuchen am Nachmittag und abends «à la carte» – damit fahren die jungen Wirte bisher gut. «Es ist toll angelaufen», sagt Reukers. «In den ersten Tagen wurden wir fast schon überrannt. Viele Leute waren wohl neugierig auf uns und das neue ‹Fabriggli›», sagt Hauri, ergänzt dann mit einem Lachen: «Der Strom ist seither eigentlich kaum mehr abgeflacht.»

Wie in den Niederlanden

Einiges haben die neuen Wirte von ihren Vorgängern, Willi und Anna Kaufmann, übernommen. Aber sie haben ins «Fabriggli» auch ihren eigenen Touch gebracht. Mehrere Wände im Lokal sind jetzt in einem dunklen Türkiston gestrichen, die Dekoration ist «schlicht, aber stylisch», wie Reukers sagt. Eine grosse Blumenvase da, ein altes Kaffeegeschirr hier, ein Kerzenständer dort. «Wir haben versucht, Wärme in den Raum zu bringen.»

Es soll ein bisschen so sein, wie in den Restaurants, die Reukers und Hauri von den Ferien in den Niederlanden – Reukers’ Heimat – kennen. «Wir fühlen uns dort wie im eigenen Wohnzimmer», sagt Hauri. So soll es auch den Gästen im «Fabriggli» gehen. «Sie sollen nach dem Essen gerne noch etwas länger sitzen bleiben, weil sie sich wohl fühlen», sagt Reukers.

Auch auf der Speisekarte ist der Einfluss der neuen Pächter ersichtlich. Neben gutbürgerlicher Schweizer Küche und einigen alten «Fabriggli»-Spezialitäten gibt es auch Speisen aus der niederländischen Küche. Der Wochenhit für diese Woche etwa sind Rauchwürstli mit Stamppot – ein Kartoffelstampf mit Federkohl. «Die Spezialitäten aus Holland kommen gut an», sagt Koch Simon Hauri. «Die Leute sind neugierig und probieren gerne etwas Neues aus.»

Schöne Rückmeldungen

Nach und nach versuchen Reukers und Hauri nun, weitere Ideen einzubringen. «Ich glaube, wir haben uns das Vertrauen der Gäste erarbeitet», sagt Hauri und lacht. Die Feedbacks bisher seien jedenfalls «wirklich toll», sagen sie. Natürlich habe es auch vereinzelt kritische Stimmen gegeben, aber: «Das haben wir erwartet. Das gehört dazu, wenn es Veränderungen gibt», sagt Reukers. «Die positiven Rückmeldungen überwiegen deutlich.»

Sie hätten sich gut eingewöhnen können – auch, wenn es natürlich einen Moment gedauert habe, bis alle Automatismen passten. Nun steht schon bald ein nächster Schritt an: Die Eröffnung des grossen Gartensitzplatzes. Ein paar sehnsüchtige Blicke haben Simon Hauri und Evelien Reukers bei den Gästen schon bemerkt – die Plätze direkt am Rhein sind bei schönem Wetter äusserst beliebt. In ein paar Wochen soll es so weit sein. Darauf freuen sich auch die neuen Wirte.

Aargauer Gastro-News 2019:

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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