Eigentlich hätten für das Wirte-Ehepaar Caroline und Robi Probst vom Restaurant Rössli in Zeihen am Montag die Sommerferien begonnen.

Allerdings hatten sie bei der Planung nicht an ihren Stammgast Roland Neuhaus aus Zeihen gedacht. Dieser hatte sich – vorerst ohne die «Rössli»-Crew zu informieren – bei der SRF-Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» des Schweizer Fernsehens beworben.

Aus Stunden werden Minuten

In «Mini Beiz, dini Beiz» testen fünf Stammgäste während einer Woche ihre Lieblingslokale und vergeben Punkte für das beste Essen. Roland Neuhaus ist in Zeihen aufgewachsen und war schon als Bub im Restaurant Rössli. «Ich habe mich aus reiner Neugier angemeldet», erzählt er.

Er wurde dann zusammen mit sieben andern Bewerbern in die letzte Runde gewählt und musste zusammen mit Caroline und Robi Probst – die ihm die Anmeldung inzwischen verziehen haben – einen Videoclip von seinem Lieblingslokal erstellen. Dieser hat das Schweizer Fernsehen überzeugt.

Am Montag war die «Mini Beiz, dini Beiz»-Crew in Zeihen. In dieser Folge werden fünf Restaurants aus dem Kanton Aargau vorgestellt; den Anfang machte das Restaurant Rössli. Das Filmteam war von 14 Uhr bis um Mitternacht vor Ort; zusammengeschnitten ergeben diese Aufnahmen eine Folge von 25 Minuten «Mini Beiz, dini Beiz».

Roland Neuhaus wartete um 18 Uhr gespannt auf die vier andern – ihm bis anhin unbekannten – Stammgäste. Diese werden nun fünfmal zusammen in ihren jeweiligen Lieblingslokalen dinieren. Roland Neuhaus: «Ich weiss nur, dass wir heute hier drehen. Welche Restaurants an den andern Tagen getestet werden, ist noch geheim.»

Ende Mai war «Mini Beiz, Dini Beiz» im Leuehof in Schneisingen zu Gast:

Quelle: SRF

Mini Beiz, dini Beiz - Leuehof Schneisingen

Erster Auftritt im Fernsehen

Von Anspannung war bei Roland Neuhaus nichts zu spüren: «Ich habe schon mehrere Fernsehauftritte mit dem Duo Edelweiss und den Staufberg-Musikanten absolviert.»

Ganz anders die Wirtin Caroline Probst: «Ich war seit einer Woche nervös, da es mein erster Auftritt im Fernsehen ist.» Sie finde die Erfahrung allerdings lustig und auch gewöhnungsbedürftig, da viele Szenen mehrmals wiederholt werden mussten, bis alles ohne Versprecher im Kasten war.

In der Küche stand wie immer Robi Probst; zeitweise wurde er bei der Zubereitung der Fische ausnahmsweise von Roland Neuhaus unterstützt, da dies zum Konzept der Sendung gehört.

Das Rössli ging mit einem bunten Blattsalat an Malzbierdressing mit ausgesuchten Köstlichkeiten sowie einem Bierschwein-Kotelett mit Kräuterkruste und hausgemachten Riesenspätzli ins Rennen um die «beste» Aargauer Beiz.

Wer wissen will, wie viele Punkte das Restaurant Rössli von den Stammgästen dafür erhält, muss sich etwas gedulden. Ausgestrahlt wird die Folge mit der Zeiher Beteiligung auf SRF erst im Herbst.