Seit dem Bau des Cheisacherturms im Jahr 2010 ist Gabriel Winter aus Ittenthal wohl einer der grössten Bewunderer und Liebhaber dieses imposanten, 25 Meter hohen Bauwerks: «Einfach ein genialer Ort, um die Natur zu beobachten, dem Alltag zu entfliehen oder aber nur, um abzuschalten.» Da er sich als ambitionierter Sportler praktisch jede Woche in dieser Region bei Trainings aufhält, hatte er immer Augenkontakt mit dem Turm oder aber mit der Turmspitze. Zudem ist er auch noch Teilsponsor der obersten und goldenen Treppenstufe der Rheinsulzer Bikegruppe SACCC.

Sein Ziel war es, eine sportliche Leistung zu erbringen, die ihn mit dem Turm verbindet. «Jede Woche einmal von meinem Wohnort Ittenthal mittels Muskelkraft auf den Turm», dachte sich Winter. Das heisst: 52 Mal auf zum Turm, die 109 Treppenstufen hinauf, wieder hinunter und zurück nach Ittenthal. Winter hat diese Strecke als Wanderer, Jogger oder als Biker absolviert. Teils direkt via Sulzerberg und Sulz auf den Cheisacher, oder in Form von Tagestouren mit dem Bike rund um das Fricktal.

Treffen mit Dachs und Wildsau

Um das Projekt bildlich festzuhalten, hat der Sportler bei jeder Besteigung ein Foto gemacht. Darauf musste der Turm oder ein Teil davon zu sehen sein. Winter erinnert sich gerne an die verschiedenen Situationen zurück, mit denen er während seines Projekts konfrontiert wurde. «Einmal hat mich eine Wildsau frühmorgens auf dem Schinberg beinahe über den Haufen gerannt. Auf der Geissfluh bin ich einem Dachs begegnet.» Zwei-, dreimal ist er auch noch auf der Sennhütte hocken geblieben und nachts mit dem Bike nach Hause gefahren. Was er bei seinen regelmässigen Ausflügen ganz intensiv wahrgenommen hat, war die Veränderung der Natur – von Woche zu Woche.

«Leider konnte ich keine einzige tief verschneite Winterlandschaft fotografieren. Als ich dann am 26. Dezember meine letzte Turmbesteigung absolviert hatte, kam der Winter.» Gabriel Winter hat in diesem Jahr viel Zeit in der freien Natur bei Sonne, Wind und viel Regen verbracht und schöne, aber auch schweisstreibende Stunden erlebt. «Natürlich bin ich auch ein wenig stolz, dass ich dieses Projekt so erfolgreich beendet habe», sagt er. Für ihn steht fest: «Ich werde immer wieder an diesen tollen Ort zurückkehren, auch wenn ich mittlerweile jeden Teil dieses Turms in– und auswendig kenne.

Alle 52 Fotos können auf der Homepage www.jurapark-aargau.ch und www.cheisacher-turm.ch/fotoalbum/fotos-privater/ angesehen werden. (az)