Laufenburg

Stadtrat will nun doch eine neue Passerelle

Die provisorische Passerelle soll durch eine definitive ersetzt werden. archiv/mf

Die provisorische Passerelle soll durch eine definitive ersetzt werden. archiv/mf

Nach erneuten Gesprächen mit dem Kanton plant der Stadtrat nun doch eine neue Passerelle über die Winterthurerstrasse.

Seit letztem Oktober steht in Laufenburg beim Schulhaus Burgmatt eine provisorische Fussgängerüberführung über die Kantonsstrasse. Nötig geworden ist diese, weil ein Sattelschlepper mit zu hoher Ladung die 33 Jahre alte Passerelle zerstört hat.

Seit dem Unfall beschäftigt die Behörden und Einwohner von Laufenburg die Frage, wie eine sichere Überquerung der viel befahrenen Strasse dauerhaft möglich gemacht werden kann. Nach ersten Gesprächen mit dem Kanton stand ein Fussgängerstreifen mit Mittelinsel und Lichtsignalanlage als prüfenswerte – und vom Stadtrat favorisierte – Lösung im Raum. In der Bevölkerung dagegen war die Stimmungslage etwas anders: 103 Personen forderten auf petitio.ch, der Petitionsplattform der «Aargauer Zeitung», eine neue Passerelle.

Überführung ist sicherer

Nach erneuten Gesprächen mit dem Kanton ist nun auch der Stadtrat auf die Passerellen-Lösung umgeschwenkt. «Die Abteilung Verkehrsmanagement empfiehlt den Wiederaufbau der Passerelle», so Stadtammann Herbert Weiss auf Anfrage. «Wir werden nun diese Lösung verfolgen.» Zwei Hauptargumente sprechen dabei laut Kai Schnetzler, Sektionsleiter Verkehrssicherheit beim Kanton Aargau, für eine Überführung: «Die Passerelle bietet eine höhere Sicherheit für die Fussgänger und sie wird gerade von den Schülern akzeptiert und genutzt. Zudem ist eine Überführung höchstwahrscheinlich besser für den Verkehrsfluss als eine Ampel beim Fussgängerstreifen.»

Laut Herbert Weiss werden nun weitere Abklärungen getroffen. Deshalb sei es noch unklar, ob bereits an der Gemeindeversammlung im Juni ein Projekt vorgelegt werden kann. So wird etwa geprüft, welche technischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und ob die neue Passerelle einen Lift für Rollstuhlfahrer braucht. Beides hat Einfluss auf die Kosten. «Offerten können wir erst einholen, wenn wir alle Antworten haben», so Weiss. Weiter hat die Gemeinde gemäss dem Stadtammann bereits beim Kanton angefragt, ob er einen Beitrag an die neue Überführung leistet.

Versicherung zahlt acht Monate

Klar ist unterdessen, dass die Kosten für die provisorische Passerelle insgesamt acht Monate von der Versicherung übernommen werden. Diese acht Monate laufen Anfang Juni ab. Im Januar hiess es noch, die Versicherung zahle nichts. «Der Stadtrat überlegt nun, ob es finanziell sinnvoller ist, das Provisorium weiter zu mieten oder es zu kaufen und wieder zu verkaufen, wenn die definitive Passerelle realisiert wird», so Herbert Weiss.

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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