Laufenburg
Stadthalle Laufenburg: Zwei Architekturpreise und eine defekte Klimaanlage

Die neue Stadthalle Laufenburg stösst in Architektur-Kreisen auf Anklang. Mit dem «Iconic Award 2013» und der Auszeichnung «best architects 14» hat das Büro Brandenberger Bührer Kloter Architekten schon zwei internationale Auszeichnungen eingeheimst.

Marc Fischer
Drucken
Teilen
Die Stadthalle Laufenburg wird in Architektenkreisen wahrgenommen und gewürdigt. sh

Die Stadthalle Laufenburg wird in Architektenkreisen wahrgenommen und gewürdigt. sh

Susanne Hörth

«Es freut uns natürlich sehr, dass unsere Arbeit in der Szene wahrgenommen wird», so Oliver Brandenberger gegenüber der Aargauer Zeitung, «Architekturpreise sind eine Würdigung für unser Schaffen.»

Die Architekturauszeichnung «best architects» wird seit sieben Jahren jedes Jahr in sieben Kategorien vergeben. Die Laufenburger Stadthalle erhielt die Auszeichnung in der Kategorie «Öffentliche Bauten». «Wir haben einen der 24 Preise in dieser Kategorie erhalten», so Oliver Brandenberger. Der «best architects»-Award sei eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum und werde von einer ausgewiesenen Fachjury vergeben, so Brandenberger weiter.

Lüftung: «Defekt und Fein-Tuning»

In die Freude über die neue Stadthalle mischte sich in den vergangenen Tagen auch Ärger. Die Heizungs- und Lüftungsanlage funktioniere nicht, war zu hören. «Die Anlage ist ein Unikat», erklärte Architekt Adrian Kloter, «sie schaltet innert kurzer Zeit automatisch von Heizen auf Kühlen um.» Dafür sind diverse Sensoren nötig, die eine Vielzahl von Parametern messen. «Das erfordert einiges an Feinabstimmung», so Kloter - und gibt zu, dass noch nicht alles hundertprozentig stimme. Schon bald sollten allerdings diese «Kinderkrankheiten» behoben sein. Nichts mit Kinderkrankheiten zu tun hat ein Defekt an der Anlage, der kürzlich auftrat. «Seitdem läuft die Anlage nicht mehr mit voller Leistung», so Kloter. Spätestens nächste Woche soll der Defekt behoben werden - auf Garantie und damit kostenlos, wie Kloter betonte. (mf)

Im Gegensatz zum «best architects»-Award, bei dem die Architekten, die Bewerbung selber einreichen, erfolgte der «Iconic Award» auf Nomination. Er wird in diesem Jahr erstmals vom deutschen Rat für Formgebung verliehen. Die Preisverleihung findet im Oktober in München statt. In der Kategorie «Public» wurden unter anderem auch die Erweiterung des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum oder der Porsche Pavillon in Wolfsburg ausgezeichnet.

«Es gibt noch prestigeträchtigere Preise», erläutert Oliver Brandenberger den Stellenwert, «aber die Tatsache, dass die Stadthalle gleich bei beiden Preisen berücksichtigt wurde, ist doch eine grosse Würdigung.» Gut möglich, dass künftig sogar noch weitere Auszeichnungen oder Preise dazu kommen. Gemäss Oliver Brandenberger, wurde das Dossier noch bei weiteren Wettbewerben eingereicht. Neben der Würdigung beinhalten beide Auszeichnungen eine

Preis für Stahlton-Gebäude

Die Laufenburger Stadthalle ist nicht das einzige Gebäude im Fricktal, das mit einem «best architects»-Award ausgezeichnet wurde. Der neue Hauptsitz der Stahlton Bauteile AG in Frick (direkt beim Dinosaurierkreisel) der Architekten Niklaus Graber & Christoph Steiger wurde in der Kategorie Büro- und Verwaltungsbauten ausgezeichnet. Der Bau bildet eine prägnante «Landmark» am Fricker Dorfeingang. (mf)

Freude herrscht nicht nur bei den Architekten, sondern auch bei der Stadt Laufenburg: «Es ist hervorragend, dass die Stadthalle auch in Fachkreisen gut ankommt und nun gar auf den Schild gehoben wurde», erklärte Stadtammann Rudolf Lüscher.

Aktuelle Nachrichten