Fricktal

Spicken mit dem Smartphone ist kaum möglich

Smartphone sind bei in den meisten Fricktaler Schulen verboten. (Symbolbild)

Smartphone sind bei in den meisten Fricktaler Schulen verboten. (Symbolbild)

An vielen Schulen sind Smartphones verboten. Anders im Berufsbildungszentrum in Rheinfelden: Hier darf das Handy sogar an Prüfungen eingesetzt werden.

Spicks auf Zettelchen oder das Handgelenk schreiben: Das war einmal. Heute greifen viele Schülerinnen und Schüler zu moderneren Methoden, um bei Prüfungen zu schummeln: Zum Smartphone oder gar zur Smartwatch. Diese ist allerdings an den meisten Schulen im Fricktal noch kein Thema, denn die Schüler könnten sie sich schlicht (noch) nicht leisten. An vielen Schulen herrscht zudem ein Handyverbot. «Smartphones gehören bei uns ganz klar nicht in die Schule», sagt Judith Studer, Schulleiterin des Schulhauses Sandgruben in Wallbach.

Sollte eine Schülerin oder ein Schüler trotz Verbot das Smartphone mit in den Unterricht nehmen, wird es von der Lehrperson eingezogen. «Wir rufen dann die Eltern an und die müssen das Gerät am Abend in der Schule abholen», erklärt Studer. Es sei aber eher selten, dass das passiert.

An vielen Fricktaler Schulen gibt es keine Chance, mit der Smartwatch zu spicken.

An vielen Fricktaler Schulen gibt es keine Chance, mit der Smartwatch zu spicken.

Altmodische Methoden beliebt

Laut Studer spicken die Kinder an ihrer Schule noch auf altbekannte Weise: Sie schreiben voneinander ab. Die Schulleiterin kann sich aber vorstellen, dass die Idee, mit dem Smartphone zu spicken, später von älteren Geschwistern abgeschaut werden könnte.

An der Kreisschule Regio Laufenburg dürfen die Schülerinnen und Schüler das Smartphone während dem Unterricht zwar behalten, es muss allerdings abgeschaltet werden. Wer erwischt wird, muss das Handy abgeben und darf es erst nach der Schule wieder abholen. Also auch hier: Es ist schwierig, mit dem Smartphone zu spicken. An der Schule in Gipf-Oberfrick wird ebenfalls noch altmodisch gespickt. Den Schülerinnen und Schülern bleibt gar nichts anderes übrig: Auch hier gilt striktes Smartphone-Verbot im Unterricht. Anfangs Schulstunde müssen die Handys in einer speziellen Vorrichtung neben der Tür des Schulzimmers deponiert werden.

Spicks helfen beim Lernen

Anders sieht es im Berufsbildungszentrum Fricktal aus. Laut Schulleiter Hans Marthaler sind hier Smartphones sogar teilweise an Prüfungen erlaubt. Wenn andere Hilfsmittel, etwa ein Taschenrechner, benutzt werden dürfen, kann das durch die Lehrperson auch auf Smartphones erweitert werden. «Wir versuchen, unsere Lernenden möglichst lebens- und praxisnah auszubilden» sagt Marthaler. Dazu gehöre auch, ihnen beizubringen, wo sie sich Informationen mithilfe des Smartphones holen können. Nur bei Prüfungen, bei denen es ums Auswendiglernen geht, sind Smartphones verboten.

Für Hans Marthaler ist das Schreiben eines Spicks bereits Teil des Lernprozesses: «Wer einen Spick schreibt, muss ja sein Wissen so zusammenfassen können, dass es auf kleinem Raum Platz hat.» Im besten Fall brauche man danach während der Prüfung gar keinen Spick mehr – und auch kein Smartphone.

Meistgesehen

Artboard 1