Serie «Abschieds-Rundgang»
Spaziergang mit Hansueli Bühler durch Stein: «Die Brücke grenzt nicht ab, sie verbindet uns»

Ende Jahr treten mehrere langjährige Gemeindeammänner zurück. Die AZ lud sie zum Spaziergang durch ihr Dorf ein. Heute: Hansueli Bühler über das schwierige Loslassen, das Scheitern der Fusion und darüber, was Stein ohne Pharma wäre.

Thomas Wehrli
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Hansueli Bühler ist seit 24 Jahren Gemeindeammann von Stein. Ende Jahr tritt er von der politischen Bühne ab. Die Grenze (im Hintergrund Bad Säckingen) erlebt er als fliessend. «Bad Säckingen und Stein gehören

Hansueli Bühler ist seit 24 Jahren Gemeindeammann von Stein. Ende Jahr tritt er von der politischen Bühne ab. Die Grenze (im Hintergrund Bad Säckingen) erlebt er als fliessend. «Bad Säckingen und Stein gehören

Thomas Wehrli

Heiliges Kanonenrohr!», entfährt es mir, als ich auf der Fahrt zu Hansueli Bühler seit langem wieder einmal durch das Quartier in Stein fahre, wo ich zwei Jahre lang gewohnt habe. Die Neugierde treibt mich, vielleicht auch etwas ein vorweihnachtlich nostalgisches Gefühl. Ich biege ein in die Strasse, fahre vor – und eben: «Heiliges Kanonenrohr!» Wo das ältere Haus stand, ist – einfach nichts.

Ja, denke ich bei mir, wie ich in Richtung Gemeindehaus weiterfahre, ja, das Leben ist halt schon ein stetes Kommen und Gehen. Ich muss schmunzeln, wie ich nun an Hansueli Bühler, kurz: HBU, wie er sich selber auf seinem Telefonbeantworter ansagt, denke. Auf ihn passt das Kommen-Gehen-Bild nicht so wirklich. Auf ihn trifft wohl eher zu: «Gekommen, um zu bleiben», wie «Wir sind Helden» singen.

Hansueli Bühler

Hansueli Bühler, 70, kam 1971 ins Fricktal. Vor 28 Jahren wurde er in den Gemeinderat von Stein gewählt, vor 24 Jahren übernahm er das Amt des Gemeindeammanns. Mit 57 Jahren liess sich Bühler frühpensionieren und konzentrierte sich von da an auf seine politischen und sozialen Ämter. Zeitweise hatte er bis zu sieben Ämter gleichzeitig inne: Gemeindeammann von Stein, FDP-Grossrat, Repla-Präsident, MBF-Stiftungsrat, Distriktsrat im Trinationalen Eurodistrict Basel sowie Vorstandsmitglied bei der Hochrheinkommission und im Verein für Altersbetreuung im oberen Fricktal. (twe)

Gekommen ist er 1971 nach Stein. Unfreiwillig, wie er sagt. Seine Bank verdonnerte ihn, die Filiale in Stein auf Vordermann zu bringen. Und so tuckerte er vor 47 Jahren mit seinem VW-Käfer über die Staffelegg – in der Hoffnung, nach zwei bis drei Wochen die Strafaufgabe erledigt zu haben und nach Aarau zurückkehren zu können.

Aus den zwei, drei Wochen wurden 47 Jahre; aus der Strafaufgabe wurde seine neue Heimat, sein neues Zuhause. Es war vielleicht nicht Liebe auf den ersten Blick, aber doch auf den zweiten. Und eine solche Liebe, so sagt man, gründet tief. Bei HBU so tief, dass er fast sein halbes Leben für die Gemeinde im Einsatz war. Vor 28 Jahren kam er in den Gemeinderat, vor 24 Jahren wurde er Ammann.

Eine lange Zeit, «eine erfüllte Zeit», wie mir Hansueli Bühler bei einem Gespräch vor einigen Monaten sagte. Ich erinnere mich noch lebhaft an das Interview, vor allem an jenen Moment, als ich ihn fragte, ob er denn keine Angst vor der Zeit danach habe, vor der Leere, die drohe, vor dem Loch, das sich da auftue.

Er schaute mich lange an, im Hintergrund lief Radio SRF 1. Ich weiss nicht mehr, welcher Song gespielt wurde, nur noch, dass er perfekt zur Stimmung im Raum passte, denn in ihm schwang die Wehmut mit, die ich in Bühlers Augen sah. «Ich werde einiges, was mir wichtig ist, loslassen müssen», räumte er ein. «Aber es ist Zeit. Das sagt mir mein Bauchgefühl.» Loslassen werde ihm schon schwer fallen, gestand er. Und, ja, er habe vor dem Loch, das sich da auftue, Respekt.

Ich parke vor dem Gemeindehaus. Hansueli Bühler kommt mir entgegen. Blaue Tuchhose, langer Mantel, roter Schal, elegante Schuhe.

Hansueli Bühler, haben Sie sich bereits einen Schlüssel für das Gemeindehaus besorgt, damit der «Polit-Entzug» nicht allzu schwer fällt?

Hansueli Bühler: (Lacht.) Sicher nicht. Ich habe an der Gemeindeversammlung versprochen, dass ich nach meinem Rücktritt Ruhe gebe. Einen Schlüssel brauche ich nicht.

Sie sagten im letzten Interview, dass Ihnen das Loslassen schwer fällt. Fällt es bereits etwas leichter?

Nicht unbedingt, denn mir wird etwas fehlen. Davor habe ich auch einen gesunden Respekt. Ich habe ja bereits Anfang Jahr entschieden, nicht mehr zu kandidieren. Ich hatte also einige Zeit, mich auf das Danach einzustellen.

Ist es gelungen?

Ich hoffe es. Ich freue mich inzwischen auf die Zeit ohne fremdbestimmten Terminkalender.

Weil etwas mehr Zeit für den Enkel bleibt?

Ja – und für meine Frau. Sie musste in all den Jahren stark zurückstehen. Wir freuen uns beide darauf, mehr reisen zu können.

Wohin geht es als Erstes?

Für drei Monate nach Australien. Hier lebt meine Tochter mit ihrer Familie. Unsere kleine Reise, unsere Tour de Stein führt uns an der Schule vorbei. Es ist bitterkalt an diesem Morgen und die Bise sorgt dafür, dass man dies bis aufs Mark spürt. Die Kinder auf dem Schulhausplatz scheint dies nicht zu stören. Die Kleineren tollen herum und ich bin einen Moment lang versucht, ebenfalls herumzuhüpfen – nur um die Kälte zu vertreiben. Ich lasse es dann doch tunlichst, denn ich will ja nicht, dass HBU denkt: «Der spinnt, der Wehrli.»

Stein hat derzeit – ausser der Bezirksschule – noch alle Schulstufen. Ab 2020 gehen aber die Real- und Sekundarschüler ebenfalls nach Rheinfelden. Ist dies ein Verlust für das Dorf?

Es ist nie einfach, etwas aus dem Dorf wegzugeben. Das löst Emotionen aus, das schmerzt immer. Aber es ist der einzig richtige Schritt. Denn unsere Oberstufe ist zu klein, um langfristig eigenständig bleiben zu können. Wir haben nun eine Super-Lösung. Ich bin froh, dass dieses Thema, das mich fast die ganze Amtszeit über begleitet hat, nun zu einem guten Ende gekommen ist.

Konnten Sie alle Projekte abschliessen oder müssen Sie Ihrem Nachfolger einen Pendenzen-Berg übergeben?

Der Berg ist überschaubar. Natürlich übernimmt er laufende Projekte, denn eine Gemeinde darf ja nicht stillstehen, nur weil ein Ammann geht. (Lacht.) Unter dieser Prämisse müsste ich ja ewig weitermachen.

Welche Pendenzen übergeben Sie?

Wir nutzen aufgrund der topografischen Verhältnisse den Rhein zu wenig. Das hat uns in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt. Nun entsteht im Zusammenhang mit dem Projekt «Rheinliebe» der «IBA Basel 2020» ein Rheinuferweg bis nach Stein. (Schmunzelt.) Dieses Projekt hätte ich natürlich noch gerne zu Ende geführt. Aber so übergebe ich meinem Nachfolger auch eine schöne Pendenz. Wir sind am Fussgängerstreifen an der Schaffhauserstrasse angekommen. Dicht an dicht rollen die Fahrzeuge Richtung Grenze. Der Lastwagenfahrer hat uns bemerkt, bremst – und es quietscht gehörig. Augenkontakt mit dem Chauffeur. Meine Augen sagen: Danke. Seine: Lauft doch, ihr lahmen Enten! Die nonverbale Tempo-Ansage unterstreicht er mit einem ungeduldigen Finger-Tippen auf das Lenkrad.

Wir sehen von hier den Novartis-Komplex. Was geht Ihnen dabei durch den Kopf?

Zwei Sachen. Zum einen die parallele Entwicklung, die unser Dorf mit der Pharma genommen hat. Beide sind in den letzten 50 Jahren stark gewachsen. Novartis und Stein ist eine Bruderschaft, die untrennbar miteinander verbunden ist.

Und das zweite?

Dass Stein seinen Wohlstand dem Pharmaunternehmen verdankt. Dank den Steuern, die das Unternehmen und die Mitarbeitenden zahlen, können wir uns das eine oder andere aus der Kategorie «Nice to have» leisten. Wenn wir nur die Steuereinnahmen der Einwohner hätten, würden wir zu den ärmeren Gemeinden gehören.

Stein ohne Novartis wäre...

...ein kleines, finanzschwaches Dorf.

Stein trägt damit aber auch ein Klumpenrisiko mit sich herum. Macht dies manchmal Sorgen?

Natürlich. Aber man darf dies auch nicht überbewerten. Denn bei allen Veränderungen, die das Unternehmen in den letzten Jahrzehnten durchgemacht hat, ging der Standort Stein immer gestärkt daraus hervor. Klar, das muss nicht immer so sein. Aber derzeit deutet nichts darauf hin, dass der Standort gefährdet ist. Im Gegenteil: In den letzten Jahren hat Novartis massiv in den Standort investiert. Die alte Holzbrücke taucht vor uns auf. Die «längste gedeckte Holzbrücke Europas», wie SVP-Nationalrat Maximilian Reimann einmal nachgemessen hat. Auf dem kleinen Platz stehen zwei Frauen, unterhalten sich angeregt. Das sei schon ein Ding, höre ich die eine sagen. Einfach weg. Futsch. Am Ende. Der kleine Hund, der schlotternd daneben steht, kläfft kurz, als wolle er sagen: genau! Vielleicht aber auch nur: He, Frauchen, es ist kalt; lass uns gehen!

Die Holzbrücke ist auch Grenze. Wie erleben Sie diese?

Vor allem als abnehmend. Als ich vor 47 Jahren nach Stein kam, standen hier Zöllner, wollten jeden Pass sehen, äugten in jede Tasche hinein. Heute steht niemand mehr da, wir haben eine «grüne Grenze». Die Grenze hat an Bedeutung verloren. Ich laufe heute am Samstagmorgen über die Brücke an den Markt, als wäre es unser eigener Markt. Die Brücke grenzt nicht ab, sie verbindet uns.

Bad Säckingen hat ein schönes Städtchen, ist lebendig. Sind Sie manchmal auch neidisch darauf?

Nein, überhaupt nicht. Bei der Einsetzung des neuen Bürgermeisters sagte ich, er sei auch ein wenig unser Bürgermeister. Denn Bad Säckingen und Stein gehören zusammen. Wir sind sozusagen der Vorort von Bad Säckingen. Viele Steiner flanieren im Sommer am Abend über die Brücke, essen ein Glace oder trinken ein Bier und geniessen die schöne Altstadt.

Das Steiner Gewerbe freut das weniger.

Das ist die Kehrseite der Medaille. Der starke Franken setzt unserem Gewerbe zu. In Fussdistanz haben sie eine Konkurrenz, die mit ungleich längeren Spiessen wirken kann. Das macht ihnen das Leben schwer. Aber ich bin überzeugt, dass viele Steiner das auch ästimieren und bewusst im Dorf Leistungen und Produkte einkaufen. Fotoshooting. Hansueli Bühler am Geländer. Hansueli Bühler auf der Parkbank. Hansueli Bühler auf dem Platz. Eine Taube beobachtet uns die ganze Zeit vom Dach der Holzbrücke herab. Sie gurrt, hält den Kopf schräg, so, als wollte sie die Foto-Perspektive überprüfen. Wieder gurrt sie und ich nehme es als tierische Zustimmung zu meiner Motivwahl.

Zumindest beim Restaurant Rheinfels Park, das der Gemeinde gehört, ist das «bewusste Einkaufen», wovon Sie vorher sprachen, nicht der Fall. Die Beiz rentiert zu wenig, der Pächter wirft das Handtuch. War die Investition falsch?

Nein, auch wenn es natürlich schon schmerzt, dass das Restaurant noch nicht funktioniert. Man muss aber auch sehen: Es funktioniert damit nur ein Teilbereich nicht. Die Hotellerie und die Alterswohnungen dagegen sind ausgelastet. Wir wollten mit dem Rheinfels Park vor allem etwas gegen die Vereinsamung älterer Menschen tun, ein Problem, das in Stein zunimmt. Und das ist uns gut gelungen. Die älteren Menschen, die dort wohnen, schauen aufeinander und unternehmen auch viel zusammen.

Wie geht es mit dem Restaurant weiter? Oder vielmehr: Geht es mit ihm überhaupt weiter?

Wir schreiben den Betrieb nochmals als Restaurant-Hotel aus. Allerdings fassen wir die Parameter nicht mehr so eng wie bei der ersten Ausschreibung. Dies in der Hoffnung, jemanden zu finden, der das Hotel betreibt und gleichzeitig ein gastronomisches Angebot für die Steiner bietet.

In welcher Form soll dieses Angebot sein?

Da sind wir sehr offen. Kreative Ansätze vonseiten der Interessenten sind gefragt. Stein hat ja nicht ein Überangebot an Restaurants.

Weshalb hat der Rheinfels Park nicht funktioniert?

Das analysieren wir derzeit und ich möchte dieser Analyse nicht vorgreifen. Ein zentraler Punkt ist aber sicher die Grenznähe. In zehn Minuten ist man zu Fuss in Bad Säckingen mit seinem immensen gastronomischen Angebot. Wir sind zurück im Dorf, spazieren der Münchwilerstrasse entlang. Und da ist sie sofort zurück, die Erinnerung an die Zeit, in der ich selber in Stein wohnte: Wenn hier der Wind bläst, dann aber so etwas von heftig. Auf unseren Spaziergang angewandt heisst das: Eine eisige Bise bläst mir um den Kopf. Ich friere, meine Hand, in der ich das Aufnahmegerät halte und damit vor HBUs Mund herumfuchtle, ist tiefgefroren – trotz Handschuh. Ich schaue zu Hansueli Bühler hinüber und bin, zugegebenermassen, schon etwas neidisch: nicht auf ihn, nein, aber auf seinen Mantel und seinen Schal. Ich nähme beides sofort, auch wenn ich mir einmal geschworen habe: Du ziehst nie, NIE etwas Knallrotes an. Die Kälte lässt jeden Stil-Grundsatz schmelzen.

Sie haben Ihr halbes Leben für die Politik geopfert. Weshalb eigentlich?

Es gab nicht den einen Moment, der mich politisiert hat. Das hat sich so ergeben. Ein Bankkunde fragte mich, ob ich sein Amt als Aktuar in der Baukommission übernehme. Ich sagte zuerst ab – und nach der dritten Bearbeitung dann zu.

Was war das Momentum, das Sie nicht mehr losliess?

Die Arbeit gefiel mir. Als Gemeinderat kann man sehr direkt etwas bewirken. Man gestaltet das Dorf aktiv mit. Das machte mir Freude und gab mir auch eine innere Zufriedenheit.

Wir laufen durch Ihr Dorf. Wie ist das Gefühl?

Es ist ein gutes Gefühl. Ich denke, es ist mir und meinen Amtskollegen in den letzten 28 Jahren ganz gut gelungen, Stein für die Zukunft fit zu machen. Eine jüngere Frau mit Hund kommt uns entgegen. Der Hund schaut mich skeptisch an, die Frau das Diktiergerät, das ich in der Hand halte. «Buon giorno», sagt sie und biegt Richtung Einkaufszentrum ab.

Stein ist multikulti und hat einen Ausländeranteil von knapp 40 Prozent. So hoch ist er sonst nirgends im Fricktal. Wie schwierig ist das?

Es ist schon eine Herausforderung. Doch das Zusammenleben funktioniert erstaunlich gut und konfliktfrei. Das ist bei über 50 Nationen, die bei uns leben, nicht selbstverständlich.

Weshalb ist der Ausländeranteil so hoch?

Das hat verschiedene Ursache. Eine ist sicher die hohe Zahl an günstigen Mietwohnungen. Das führt auch dazu, dass wir eine sehr hohe Fluktuation haben. Es gibt Jahre, wo bis zu 300 Personen zu- und wegziehen. Für das Miteinander, für die Dorfgemeinschaft ist das natürlich nicht optimal.

Das Miteinander schwindet auch andernorts. Wie beurteilen Sie diese gesellschaftliche Entwicklung?

Sie ist ganz schlecht. Sie macht mir Sorgen. Immer mehr Menschen schauen nur noch für sich und sind nicht mehr bereit, etwas für die Gemeinschaft zu tun. Der Egoismus nimmt zusehend überhand. Wir kommen an eine Kreuzung – und damit an einen Zielkonflikt. Hansueli Bühler zieht es geradeaus, mich nach Links und damit zurück zum Gemeindehaus. «Wollen Sie schon zurück», fragt er. Ich setze ein gequältes Lächeln auf. «Eigentlich schon, denn es ist doch etwas frisch?», sage ich und denke: «Ich friere wie ein Schlosshund.»

Wir sind eben am Neubaugebiet vorbeigekommen. Hier sind in einer ersten Etappe 112 Wohnungen geplant. Verträgt Stein dieses Wachstum?

Da sehe ich keine Probleme. Die Infrastruktur ist dafür gerüstet

Nicht gerüstet waren die Steiner für einen Zusammenschluss mit Mumpf, Obermumpf und Schupfart. Sie lehnten die Fusion 2015 ab. Wie beurteilen Sie das Projekt im Rückblick?

Ich bin immer noch der Meinung, dass wir eine Chance verpasst haben. Allerdings ist das Nein aus Steiner Sicht auch verständlich.

Weshalb kam das Projekt in Stein nicht durch?

Es gelang nicht, den Steinern einen Mehrwert aufzuzeigen. Zudem ist im Prozess doch einiges nicht optimal abgelaufen. Wir kamen mehrfach an einen Punkt, an dem wir sagten: Es geht nicht weiter – und wir gingen dann doch weiter. Wenn ich etwas bereue, dann dass ich in diesen Momenten nicht abgeklemmt habe.

Gibt es Weiteres, was Sie bereuen?

Sicher gibt es das eine oder andere, das ich im Rückblick anders machen würde. Aber wir leben ja nicht im Rückblick, sondern im jeweiligen Moment.

Wie sieht die Gesamtbilanz aus?

Es war eine gute Zeit. Ich habe das Amt mit viel Freude ausgeübt. Ob ich es gut gemacht habe oder nicht, sollen andere beurteilen.

Was ist Ihr Wunsch für Stein?

Dass die Gemeinschaft und das Gemeinsame wieder etwas mehr in den Vordergrund rücken.