Zeihen
SP-Bäuerin gewählt: «Vor Überraschung habe ich ein Bier gebraucht»

Die Reallehrerin und Bäuerin Colette Basler ergattert relativ unerwartet für die SP im Bezirk Laufenburg den zweiten Grossratssitz.

Dennis Kalt
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SP-Politikerin Colette Basler feierte ihren Einzug in den Grossrat mit ihren Genossen im «Gossip» in Aarau. Dennis Kalt

SP-Politikerin Colette Basler feierte ihren Einzug in den Grossrat mit ihren Genossen im «Gossip» in Aarau. Dennis Kalt

Die SP-Politikerin Colette Basler aus Zeihen hat es geschafft und allen Grund zur Freude: Sie zieht mit 1775 Stimmen in den Grossrat ein. «Ich habe nicht damit gerechnet. Als ich im Regierungsgebäude erfahren habe, dass ich in den Grossen Rat einziehe, war ich völlig überrascht und habe erst einmal ein Bier gebraucht», sagt Basler.

Gegen bürgerliche Sparpolitik

Die SP-Politikerin gibt für ihren Einzug in den Grossrat drei Gründe an. Erstens ihre Platzierung als Zweitplatzierte auf der SP-Liste und das starke Abschneiden der Partei. Zweitens ihre Bekanntheit, die sich durch ihr Antreten an den letztjährigen Nationalratswahlen erhöht hat.

Und drittens ihr politisches Programm, das sie als Gegenpol zur bürgerlichen Sparpolitik im Bildungs-, Kultur, und Umweltbereich ansieht: «Die Bürgerlichen haben in diesen Bereichen den Bogen eindeutig überspannt. Mir ist es wichtig, dass genügend finanzielle Mittel für unser Bildungssystem zur Verfügung gestellt werden, denn unsere Kinder sind unser höchstes Gut», sagt Basler.

Für Umwelt und Landwirtschaft

Ebenso will sich die Reallehrerin und Bäuerin für das Fricktal im Grossrat starkmachen. Hierbei lehnt sie ein Atommüll-Endlager im Bözberg vehement ab und spricht sich gegen die geplante Deponie Buech aus: «Das Gebiet liegt mitten im Jurapark, einem Naherholungsgebiet. Durch die vielen Lastwagen entstünde ein grosser Mehrverkehr, der Ueken und die Liegenschaften an der Zeiherstrasse massiv belastet», erklärt Basler.

Ebenso spricht sie sich gegen die Aufhebung des Labiola-Programms aus, in dem der Kanton mit Landwirten auf freiwilliger Basis Bewirtschaftungsverträge abschliesst: «Mit diesen Verträgen werden seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt, naturnahe Lebensräume ökologisch aufgewertet und sinnvoll vernetzt und die Landwirte werden für die Biodiversitätsleistungen angemessen entschädigt», erklärt Basler.

Bezirk Laufenburg, Grossratswahlen: Gewählt und Abgewählt (2016) SVP: Christoph Riner, Zeihen (bisher)
8 Bilder
SVP: Tanja Suter, Gipf-Oberfrick (bisher)
FDP: Daniel Suter, Frick
SP: Elisabeth Burgener Brogli, Gipf-Oberfrick (bisher)
SP: Colette Basler, Zeihen
CVP: Martin Steinacher-Eckert, Gansingen (bisher)
Grüne: Gertrud Häseli, Wittnau
Abgewählt: CVP: Werner Müller, Wittnau

Bezirk Laufenburg, Grossratswahlen: Gewählt und Abgewählt (2016) SVP: Christoph Riner, Zeihen (bisher)

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