«Es gefällt uns allen hier sehr gut. Der Lagerplatz im Eich ist vom Gelände her ideal, und er ist auch wunderschön gelegen», hielt Scharleiter und Lagerleiter Lucas Huber von der Jungwacht Hochdorf gegenüber der Aargauer Zeitung fest.

Die Lagerteilnehmer, die am Montag mit dem Zug bis nach Frick fuhren und dann zum Lagerplatz in Zeihen marschierten, können sich auf eine spannende Zeit freuen.

Suchtipps kommen per Post

Das Lagerthema beziehungsweise -motto lautet: Wikinger. Die Jungwächter sind auf der Suche nach dem Hammer von Thor. Thor war der Donnergott und Sohn des Göttervaters Odin.

Sein besonderes Zeichen war, dass er stets einen Hammer in der rechten Hand trug. Nun geschah es aber, dass Thor eines Tages bemerkte, dass ihm sein Hammer – das Symbol der Stärke und der Tatkraft – abhandengekommen war.

Sommerlager der Jungwacht Hochdorf in Zeihen

Sommerlager der Jungwacht Hochdorf in Zeihen

Er suchte und suchte, konnte ihn aber nicht finden. «Wir müssen nun den Hammer suchen. Täglich bekommen wir einen Brief, in dem steht, was zu tun ist», schilderte Lagerleiter Lucas Huber die Aufgabe der Schar.

Beim Besuch der Aargauer Zeitung auf dem Lagerplatz gestern Donnerstag bastelten die Jungwächter Wikingerhelme aus Gipsmasse, alle mit zwei grossen Hörnern versehen. Anschliessend suchten sie Holz im Wald, aus dem Schwerter und Speere geschnitzt wurden.

Bevor die ganze Schar auf dem Lagerplatz eintraf, wurde von der Leitung ziemlich viel Vorarbeit geleistet. Der Materialanhänger wurde nach Zeihen gebracht, Baumaterial organisiert, die Schlafzelte und die Lagerküche aufgebaut und das grosse Gemeinschafts- respektive Aufenthaltszelt, das Sarasani, errichtet.

Sport und Spiele

Es ist freilich nicht nur das Lagermotto Wikinger, nach dem gelebt wird. Im abwechslungsreichen Tagesablauf sind jeweils zwei Stunden Sport enthalten, Spielturniere, Stafetten, Geländespiel, Wanderungen und diesmal auch ein Abstecher ins Schwimmbad nach Frick.

Für die gute Verpflegung sind drei Frauen besorgt, die den Küchendienst übernommen haben. Sie bekochen die ganze Schar und sind sehr zufrieden: «Es wird alles aufgegessen. So macht es Freude, in einem Lager zu kochen.»

Entsprechend abwechslungsreiche ist der Menüplan. Das Beispiel vom gestrigen Mittag: «Sonnenböndli und Sagmehlhüfeli mit gehackten Rattenschwänzen.»

Jungwacht Hochdorf – seit 2006

Der Jungwacht im luzernischen Hochdorf, im Jahr 2006 gegründet, gehören rund 50 Jungwächter im Alter von 8 bis 17 an.

Es ist das 7. Sommerlager, welches die Schar nun durchführt. Das Pfingstlager wird jeweils mit vier anderen Scharen organisiert, sodass die Teilnehmerzahl dann jeweils etwa 100 beträgt. (chr)