Laufenburg
Sommerliche Gefühle zum Herbstmesse-Jubiläum

Die Laufenburger Herbstmesse feierte am Wochenende ihren 70. Geburtstag. Lunapark, Gewerbeschau und Markt lockten bei bestem Wetter tausende Besucherinnen und Besucher an.

Ingrid Arndt
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Hela 2018
12 Bilder
Das Wetter sorgte für beinahe sommerliche Gefühle.
Die Tambouren traten auf der Showbühne auf.
Im Lunapark sorgten verschiedene Attraktionen für gute Stimmung.
Ein Ballonkünstler faszinierte die Besucher mit seinen Fähigkeiten.
Das Karussell war vor allem bei den Kleinen beliebt.
Auf der Showbühne wurde verschiedene Unterhaltung angeboten.
Auch der Karate-Club hatte einen Auftritt.
Die Besucher konnten Angebot und Wetter geniessen.
Am Sonntagnachmittag fand dann der offizielle Festakt zum 70-Jahre-Jubiläum statt.
Oldtimer-Traktoren waren zunächst bei der Stadthalle ausgestellt und fuhren dann im Corso durch das Hela-Gelände.
Am offiziellen Festakt ehrt Hela-Präsident Raffael Blaser (2.v.l.) den langjährigen Held-Präsidenten Guido Maier (4.v.l.) sowie den Initianten des Drehorgel-Treffens Theo Schweighäuser (3.v.l.) und den heutigen Leiter Bruno Leoni (2.v.r.). Zudem dankte er den Stadtoberhäuptern der beiden Laufenburg.

Hela 2018

Ingrid Arndt

Hochsommerfeeling am zweiten Oktoberwochenende – das war natürlich ein zusätzliches Gute-Laune-Programm für die 70. Herbstmesse in Laufenburg. Wer nun dachte, nach sieben Jahrzehnten müssten ja zwangsläufig Abnutzungserscheinungen auftreten, der hatte gewaltig geirrt. Quicklebendig und farbenprächtig präsentierte sich diese Jubiläumsausgabe. Glückliche Kinder schauten fröhlich hinter ihren fantasievollen Luftballonen hervor, zufrieden schlenderten die Erwachsenen an den einhundert Ständen vorbei, Marktfahrer wussten ihre Waren in den höchsten Tönen zu loben, in den 16 Beizli durfte nach Herzenslust die Gemütlichkeit gepflegt werden.

Die drei Gründungsväter der Herbstmesse vor 70 Jahren, Gärtnermeister Mutschler, Drogist Scholl und ein Vorarbeiter der Strumpffabrik, wären hochzufrieden, könnten sie das Resultat heute sehen. Als sie 1948 von einer Messe aus Aarau zurückkamen, fanden sie, dass dies auch für Laufenburg die richtige, zukunftsweisende Antwort auf das Ende des Zweiten Weltkrieges sei. Am Krieg war die Schweiz zwar nicht beteiligt, er hatte jedoch auch hier tiefe Spuren hinterlassen. Gemeinsam mit 25 Gewerbetreibenden und zwei Wirtschaften hoben sie die Hela aus der Taufe. Von Anfang an dabei war auch der Lunapark. Daraus wurde eine wunderbare Erfolgsgeschichte.

Schmuck und Köstlichkeiten

Heute sind die drei Standbeine – Chilbi, Markt und Gewerbe – der Joker der Hela. Gleich am Ende der historischen Rheinbrücke begrüsste ein Drehörgeler die vielen Gäste. Vorbei ging es an den Ständen, die einfach alles anboten, was man so braucht oder auch nicht. Kleidung, Schmuck, Spielwaren, kulinarische Köstlichkeiten, wundersame Küchengeräte, die, glaubte man den Verkäufern, alles alleine machen während sich die Hausfrau gleich nebenan an ebensolchen Wunderwerken per Knopfdruck massieren lassen durfte.

Die Gewerbeausstellung in der Stadthalle offerierte die neuesten Automobilmodelle, Nahrungsspezialitäten, Gesundheitsberatungen, Reiseempfehlungen und vieles mehr. Ein Hit war die virtuelle Reise mit der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) in ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle.

Gefragte Helikopterflüge

Sehr gefragt waren die Helikopterflüge mit grandiosem Panorama auf die nahe Region. Die Kleinsten angelten mit grosser Lust Enten oder drehten juchzend ihre Runden auf dem Karussell. Allerlei Schabernack verbunden mit Zaubertricks gab es mit «Mad-hias», der neben seinen Kunststückchen hinter kreischenden Mädchen herlief oder ältere Herren ungefragt herzhaft küsste. Auf der Showbühne Burgmatt zeigten unter anderem die Kinder des Karate-Clubs ihr Können, das Tambouren-Corps Laufenburg grüsste musikalisch die Gäste.

Zusätzlich am Sonntag gab es im Badischen Laufenburg einen Apfelmarkt im Schweizer Teil trafen sich traditionell 35 Drehörgeler zum Konzert.