Ferienspass

Sommerferienkursen stehen auf der Kippe – die Nachfrage ist allerdings gross

Ob die Kinder im Fricktal auch dieses Jahr mit dem Ferienspass fischen dürfen, ist noch offen. (Archiv)

Ob die Kinder im Fricktal auch dieses Jahr mit dem Ferienspass fischen dürfen, ist noch offen. (Archiv)

Die Veranstalter entscheiden Ende Mai über die Durchführung. Die Regelungen des Bundesrates sind dafür entscheidend. Trotzdem ist die Nachfrage nach Sommerferienkursen hoch.

Cupcakes verzieren, Ponyreiten oder der Besuch bei der Polizei – seit Jahren erfreuen sich die Ferienspass-Programme der Regionen Frick, Laufenburg und Rheinfelden in den Sommerferien grosser Beliebtheit bei den Schülern. Doch in diesem Jahr ist die Durchführung bei allen drei Organisatoren coronabedingt ungewiss. Eine definitive Entscheidung darüber wird es erst Ende Mai geben; dann, wenn der Bundesrat über die nächste Etappe der Lockerungen ab dem 8. Juni entscheidet.

Dennoch hat der Verein Ferienspass Region Frick vor neun Tagen das Anmeldefenster für seine Kurse geöffnet. «In diesem Sommer den Kindern ein Freizeitprogramm bieten zu können, wäre wichtiger denn je», sagt Präsidentin Angela Deiss. «Nicht jede Familie hat ein Haus mit Garten, in dem die Kinder draussen spielen können.» Dass auch eine Pandemie der Beliebtheit des Ferienspasses keinen Abbruch tut, zeigten die rund 250 Anmeldungen, die bisher eingegangen sind. «Damit bewegen wir uns im Bereich des letzten Jahres», sagt Deiss.

Ebenso hofft Jolanada Wachter, Präsidentin des Vereins Ferienspass der Region Laufenburg, auf einen guten Ausgang, «besonders, weil in diesem Jahr wohl viele Familien nicht in die Ferien gehen werden.» Den Start der Anmeldung für die Kurse hat man in der Region Laufenburg bewusst auf Mitte Mai nach hinten geschoben. Dies, damit der Zeitraum grösser wird, in dem Kursanbieter ihre Kurse absagen können. So soll verhindert werden, dass Kurse abgesagt werden, für die sich Kinder bereits eingebucht haben. «Ich rechne in der nächsten Zeit mit einigen Absagen», sagt Wachter. Falls einige grosse Kurse abgesagt würden – mit 40 oder 50 Plätzen – müsse man sich schon überlegen, ob man den Ferienspass nicht komplett absagen wolle. «Hier spielt auch die Solidarität eine Rolle, wenn einige Kinder leer ausgehen würden», meint Wachter.

Öffnung der Schulen ist ein gutes Zeichen

Karin Mahrer, Präsidentin vom Ferienspass Bezirk Rheinfelden, ist zuversichtlich, dass die Kurse, wenn auch im kleineren Rahmen, angeboten werden können. «Die Öffnung der Schulen am 11. Mai ist hier ein gutes Zeichen», sagt sie. Entscheidend sei auch die Frage, ob der Bundesrat das Abstandsgebot von zwei Metern Ende Mai aufhebe.

Falls dies nicht der Fall sei, müsse man die Platzzahl in einigen Kursen reduzieren oder einige Kurse gar absagen. «Bastelkurse stelle ich mir schwierig mit Mindestabstand vor. Da muss der Kursleiter den Kindern ja etwas zeigen.»

Ungewiss ist auch, ob die Besuche in badisch Rheinfelden auf der Kartbahn und in badisch Laufenburg auf einer Straussenfarm aufgrund des Grenzregimes stattfinden können. Wichtig, so Mahrer, sei, dass die Kinder in jedem Fall, mehrere Kurse buchen, «damit niemand mit leeren Händen dastehen muss».

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