Schon gegen 13.50 Uhr, zehn Minuten vor dem Start, hatten sich die Kinder an jedem bunten Ei entlang der 70-Eier-Laufstrecke positioniert, um von den Läufern damit beschenkt zu werden. Diese machten sich mit Dehn- und Aufwärmübungen für das Rennen bereit.

Für den Winter gingen Carmen Lochbrunner, Barbara Götz, Manuel Lenzin und Erich Erb an den Start. Fänger dort waren Bruno Obrist und Brigitte Herzog. Für den Sommer legten sich Cäcilia Graber, Debora Stoffel, Luca Rizzello und Simon Schäfer ins Zeug.

Ihre Eier mussten Erika Fricker und Peter Waldmeier sicher landen. Die Fänger hatten beim Oberhöfler Eierlesen 2016 vor allem mit dem aufbrausenden Wind zu kämpfen, der ihre Fangtücher immer wieder hochhob und aufblähte.

Beim Sommer-Team war das Tuch bald gelb befleckt. Erika Fricker und Peter Waldmeier hatten ein Ei zwar gefangen, hielten das Tuch aber zu nahe am Boden, sodass das Ei darin doch zerbrach. Beim Winter-Team aber blieb das Fangtuch blütenweiss.

Für die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke besonders unterhaltsam: Bei den bunten Eiern, jedes zehnte in der Rennstrecke war gefärbt, wurde das Reglement verschärft. Dann galt es, mit Stelzen, auf Pedalos, mit zusammengebundenen Beinen oder auf Laufbrettchen an Schnüren die Distanzen zu überwinden.

Gewinn für das Dorf

Je kürzer diese wurden, je näher es also dem Ende zuging, umso übermütiger wurden die Teams und umso grösser wurde die Zahl der Fehlwürfe. Sprecher José Nunez forderte die Zuschauer noch einmal auf, die Läufer anzufeuern.

Vielleicht waren diese dann dem Sommer-Team aber doch ein wenig geneigter, sodass dieses am Ende mit fünf Eiern Vorsprung jubeln konnte. Doch ganz gleich wer siegte, der von der Frauen- und Männerriege auf die Beine gestellte Traditionsanlass war in jedem Fall ein Gewinn für das ganze Dorf.