Mit einem feierlichen Fahnenaufzug – selbstredend zur Schweizer Nationalhymne – wurde gestern Freitagabend das zweite internationale Armeefahrzeugtreffen in Sisseln eröffnet.

Eröffnen das Armeefahrzeugtreffen: Der Sissler Vizeammann Urs Schmid (links) und Peter Kneubühl, Präsident des D-Day-Vereins Sisseln.

Eröffnen das Armeefahrzeugtreffen: Der Sissler Vizeammann Urs Schmid (links) und Peter Kneubühl, Präsident des D-Day-Vereins Sisseln.

Bis zum Sonntag steht das Industriegebiet in der Grossmatt ganz im Zeichen von Panzern, Jeeps, Amphibienfahrzeugen, Pinzgauern, Haflingern, Transportern und Motorrädern mit Seitenwagen – in Echtgrösse und als RC-Modelle. 

Über 100 Fahrzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges (und danach) sind in Sisseln aufgefahren und versetzen die Besucher in eine andere Zeit.

Über 100 Fahrzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges (und danach) sind in Sisseln aufgefahren und versetzen die Besucher in eine andere Zeit.

Über 100 Fahrzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges (und danach) sind in Sisseln aufgefahren und versetzen die Besucher in eine andere Zeit. Die gut 50 Gruppen geben auch einen Einblick in das Soldatenleben, zeigen beispielsweise, wie ein Feldlazarett vor 70 Jahren aussah, wie ein Verletzter versorgt und transportiert wurde, wie der Funker um Unterstützung bat. Die gut 200 Mitwirkenden übernachten, natürlich ganz stilecht, in Armeezelten.

Gerade diese Mischung aus Armeenostalgie, Technikbegeisterung, Wissensvermittlung und Campleben macht den besonderen Reiz des Armeefahrzeugtreffens aus. Dieses wurde im letzten Jahr erstmals durchgeführt – im Gedenken an den 70. D-Day, die Landung der Alliierten am 6. Juni in der Normandie.

Wichtig ist den Organisatoren um Peter Kneubühl, Präsident des D-Day-Vereins Sisseln: Es geht beim Treffen nicht um eine Verherrlichung des Krieges. «Im Gegenteil! Wir möchten daran erinnern, was damals Schreckliches passiert ist, und nie mehr geschehen soll.»

Ein Highlight des Treffens ist eine lasergesteuerte Simulation, die es ermöglicht, mit einem echten Centurion-Panzer zu schiessen. Ein zweiter Höhepunkt wird der Konvoi mit rund 60 historischen Fahrzeugen sein, der am Samstag ab 14 Uhr durch das Fricktal kurvt.

Am Armeefahrzeugtreffen in Sisseln sitzen sogar die Kleinen am Steuer!

Am Armeefahrzeugtreffen in Sisseln sitzen sogar die Kleinen am Steuer!

Auf das dritte Highlight, eine russische Antonov 2, warteten die Besucher am Eröffnungsabend vergebens: Die Maschine kam zwar im Fricktal an und landete auch pünktlich auf dem Flugplatz in Schupfart. Ein technischer Defekt zwang den grössten Doppeldecker der Welt aber, am Boden zu bleiben. Damit konnten auch die Fallschirmspringer, die zur Eröffnung mit historischen Rundschirmen zu Boden gleiten sollten, nicht starten.

Pressechef Roland Sütterlin hofft, dass die «eingeflogenen» Mechaniker die alte Tante bis am Samstag wieder flott kriegen. Denn die Rundflüge mit der Antonov 2 sind eine weitere Attraktion, die nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier durch die Musikgesellschaft Eiken, kulinarisch verwöhnte die «Militärküche» die vielen angereisten Technik- und Armeefreaks.

Einen besonderen Leckerbissen für Auge und Ohr gab es am Abend mit dem Auftritt der Dudelsackgruppe «The Pipes and Drums of Basel».

Am Samstag werden «Paolos Fricktalkrainer» in der Festhalle für Stimmung sorgen und, sind die Techniker erfolgreich, die Antonov 2 das eine oder andere Mal über die Köpfe der Besucher dröhnen.