Mettauertal

Solarstrom statt Sonne: Der Kreiselschmuck weicht bald einer ganz besonderen Blume

Die Skulptur beim Kreisel in Etzgen macht im Sommer einer «Smartflower» Platz. mf

Die Skulptur beim Kreisel in Etzgen macht im Sommer einer «Smartflower» Platz. mf

Spätestens in den Sommerferien produziert eine sogenannte «Smartflower» auf dem Kreisel beim Ortseingang Strom. Die Blume faltet sich nachts zusammen, ehe sie sich bei Sonnenaufgang innert wieder entfaltet und sich dann fortlaufend nach dem Sonnenstand richtet.

Die Sonnen-Skulptur auf dem Kreisel bei der Bahnunterführung im Mettauertaler Ortsteil Etzgen wird bald demontiert. Auf dem Kreisel wird eine sogenannte «Smartflower» errichtet – die Blume ist eine Photovoltaikanlage und produziert Strom. «Bis Ende Monat sollten wir alle Offerten haben», sagt der zuständige Mettauertaler Gemeinderat Matthias Keller. «Allerspätestens vor den Sommerferien» soll die «Smartflower» in Betrieb sein.

Die Blume faltet sich nachts zusammen, ehe sie sich bei Sonnenaufgang innert wieder entfaltet und sich dann fortlaufend nach dem Sonnenstand richtet. «Deshalb blendet sie die Verkehrsteilnehmer nicht», erklärt Keller. Bei starkem Wind falte sie sich zudem ebenfalls automatisch zusammen.

Finanziert wird die «nachhaltige Investition» vom Abwasserverband Mettauertal. Keller rechnet für die Anlage und ihre Installation mit Kosten zwischen 30'000 und 40'000 Franken. Der Strom wird direkt im nahegelegenen Pumpwerk genutzt, wo das Abwasser in Richtung ARA Kaisten gepumpt wird. «Das Pumpwerk hat einen jährlichen Strombedarf von etwa 14 Einfamilienhäusern», so Keller. Mit der «Smartflower» könne etwa der Bedarf eines Einfamilienhauses abgedeckt werden.

Die bestehende Sonnenskulptur, die in den letzten Jahren das Markenzeichen des Mettauertals war, geht voraussichtlich in den Ortsteil Hottwil, an die Wernli AG.

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