Werbung
So werben Fricktaler Gemeinden für sich selbst

Viele Fricktaler Gemeinden präsentieren sich mit so genannten Begrüssungs- oder Willkommenstafeln an den Ortseingängen oder entsprechenden Slogans im Internet. Doch nicht jede Werbebotschaft ist originell.

Walter Christen
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Der Bezirkshauptort im oberen Fricktal machts vor: Laufenburg wirbt an den Stadteingängen grossformatig für seine besondere Lage, seine internationale Anbindung und somit auch für seine Geschichte: «Laufenburg: zwei Länder - eine Stadt», heisst es im Habsburgerstädtchen. Aber dieser Slogan ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern beruht auf historischen Tatsachen. Denn Laufenburg, im Jahr 1207 erstmals urkundlich erwähnt, wurde im Friedensvertrag von Luneville im Jahr 1801 durch ein Verdikt Napoleons getrennt. Deshalb bildet der Rhein die Landesgrenze und zieht jedes Jahr mehr Touristen an.

Mehr Präsenz denn Werbung

Mit so genannten Begrüssungs- oder Willkommenstafeln an den Ortseingängen und/oder mit entsprechenden Slogans im Internet präsentieren sich die Gemeinden. Im Fricktal hat man indessen den Eindruck, es geht bei dieser Art Werbung mehr um das Markieren von Präsenz als um handfeste Interessen wie etwa das Anwerben von Neuzuzügern und somit von Steuerzahlern.

Das will aber nicht heissen, die Fricktaler Kommunen möchten auf neue Einwohnerinnen und Einwohner einfach so verzichten. Fest steht jedoch, dass die meisten Orte ohnehin von der geografischen Lage des Fricktals und der guten Verkehrsanbindung im Dreieck zwischen Basel, Bern und Zürich profitieren und neue Steuerzahler (fast) von allein den Weg in die Region zwischen Jura und Rhein finden.

Nicht jeder Slogan ist originell

Daher rührt auch bei weitem (noch) nicht jede Fricktaler Gemeinde etwa auf ihrer Homepage im World Wide Web die Werbetrommel und macht mit einer möglichst treffenden Aussage auf sich aufmerksam. Und auch nicht jede Werbebotschaft ist originell, muss man sagen: «Willkommen» oder «Herzlich willkommen» heisst es bei sieben Gemeinden. Aber immerhin weisen acht Orte auf ihre Wohnlage hin, beispielsweise Zeihen: «Die grüne Oase zwischen Zürich und Basel.»