«Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass in allen unserer drei strategischen Geschäftsfeldern – Agro, Detailhandel, wie auch Agrola - grosse Herausforderungen auf uns zukommen werden», schreibt die Landi Frila in ihrem Jahresbericht 2012. «Das war aber auch in der Vergangenheit so und wir sind bereit, diese anzunehmen.»

Landwirtschaft leidet unter Wetter

Tatsächlich wirft der Jahresbericht ein zwiespältiges Licht auf das Jahr 2012. Den Gesamtumsatz konnte die Landi Frila um 0,1 Prozent auf 56,6 Millionen Franken steigern. Die Bereiche Detailhandel und Agrola (Tankstellen) konnten dabei leicht zulegen.

Daneben litt der Bereich Agro (Landwirtschaft) stark unter den wetterbedingt schwierigen Verhältnissen beim Getreide und besonders bei den Landesprodukten. Der Umsatz nahm um 12,4 Prozent ab (neu 9 707 Franken).

Im Vergleich zum Vorjahr war das Wetter im Jahr 2012 eher kühl und feucht. Vor allem die Frostperiode im Februar und der nasse Frühsommer hatten negative Auswirkungen auf die Qualität Ackerkulturen. Im «SiloCenter» Eiken wurden 6202 Tonnen Getreide, Eiweisspflanzen und Ölsaaten angeliefert. Das sind knapp 15 Prozent weniger, als 2011.

Immer weniger Sonnenblumen

Die Anlieferung von Brotgetreide in der Ernte 2012 lag sogar über 20 Prozent unter der Vorjahresperiode. Auch das Futtergetreide lag unter dem Vorjahreswert. Einzig bei den Ölsaaten konnte das «SiloCenter» Eiken eine Zunahme feststellen. Diese geht vor allem auf eine deutlich grössere Menge an Raps zurück, wie die Landi Frila schreibt. Dagegen sei der Anbau von Sonnenblumen weiterhin rückläufig. «Dies ist umso bedauerlicher, als dass diese Kultur betriebswirtschaftlich interessant und einheimisches Sonnenblumenöl am Markt gut nachgefragt ist.»

Noch düsterer sieht die Bilanz bei den Landesprodukten aus. Hier führten die starken Niederschläge und Hagel zu einem Umsatzrückgang von mehr als 60 Prozent. Die Kirschenernte war die kleinste der letzten zehn Jahre. Die Zwetschgenernte gar die schlechteste der letzten zwanzig Jahre. «Auch hier führten die grossen Niederschläge und zum Teil Hagel zu enormen Ernteausfällen», heisst es im Bericht.

Laden leidet unter Baustelle

Im Detailhandel spürt die Landi Frila die Konkurrenzsituation. Diese habe sich weiter verschärft, heisst es im Jahresbericht. Mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte der Landi-Standort Rheinfelden-Ost. Sowohl der Laden als auch der TopShop und die Tankstelle verzeichneten wegen der mehrmonatigen Baustelle auf dem Industriezubringer Umsatzeinbussen. «Nachdem die Arbeiten abgeschlossen waren, stiegen die Umsätze wieder», heisst es im Jahresbericht. Dank einem «Jahresendspurt» habe der Laden gar den Vorjahresumsatz noch erreichen können.

In der Umsatzzusammensetzung der Landi Frila macht Agrola nun fast die Hälfte aus (rund 28 000 Franken). 33,3 Prozent fallen auf den Detailhandel (knapp 19 000 Franken) und 17,2 Prozent auf Agro (knapp 10 000 Franken).

GV: 120. ordentliche Generalversammlung der Landi Frila Genossenschaft: Freitag, 5. April 2013, 20 Uhr, Kultureller Saal, Eiken.