Nein, Glück hatten sie in den letzten beiden Jahren wahrlich nicht mit dem Wetter, die Organisatoren des «slowUp Basel-Dreiland». Sowohl 2015 als auch 2016 gab es mehr Regen und Wolken statt Sonne. Ihr Wunsch ist deshalb klar: Am 17. September, dem Bettag – traditionell das Datum für den Anlass – soll es schön werden. Dann, so prognostiziert slowUp-Geschäftsführer Wendel Hilti, wären auf den autofreien Strassen zwischen Rheinfelden, Basel, Saint-Louis und Lörrach wieder gegen 65'000 Velofahrer, Skateboarder oder Inlineskater unterwegs.

60 Kilometer autofreie Strasse

An einer Medienkonferenz stellten die Verantwortlichen am Donnerstag die diesjährige Route vor. 20 Kilometer ist die «Fricktaler» Schlaufe lang. Insgesamt werden für den slowUp über 60 Kilometer Strasse für den motorisierten Verkehr gesperrt (siehe Box). Der slowUp Basel-Dreiland ist damit der schweizweit längste seiner Art und hat als einziger mehrere Schlaufen. Laut Hilti ist er «der grösste trinationale Sportanlass Europas».

Wer alle drei Schlaufen zurücklegt, passiert drei Länder, 16 Städte und Gemeinden, fünf Rhein- und gar acht Grenzüberfahrten. «An keinem anderen Anlass fühlt man sich mehr wie ein Einwohner des Dreilands», sagt deshalb der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi. Bei der Fahrt sähen die Teilnehmer Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten in den Regionen. Und: Sie bekommen viel von der Landschaft mit – etwa von der malerischen Rheinfelder Altstadt.

Die Stadt macht daher gar keinen Hehl daraus, dass sie im slowUp auch eine Marketing-Aktion sieht. Sie ist nicht nur in die Organisation involviert, sondern beteiligt sich auch finanziell am Sportanlass. Dies einerseits, weil die Regierung «spürbar ideell hinter dem Anlass» stehe, wie Wendel Hilti sagt. Und andererseits, weil sie unter den 65'000 Teilnehmern viele potenzielle Touristen sieht. Leute, die vielleicht zum ersten Mal nach Rheinfelden in die Altstadt kommen – und sie so schön finden, dass sie künftig wieder einmal anreisen möchten.

Die Stadt will sich präsentieren

«Der slowUp ist eine Möglichkeit für Rheinfelden, sich zu präsentieren», sagt Stadtmarketing-Leiter Daniel Vulliamy. Er ermuntert daher auch die Detailhändler in der Marktgasse, die Chance zu nutzen und für das Publikum die Läden zu öffnen. Nach dem Zentralfest des Schweizer Studentenvereins vom vergangenen Wochenende habe er viel positives Echo erhalten, sagt Vulliamy. «Viele Gäste sagten, dass sie Rheinfelden wieder besuchen wollen.» Das soll nun auch beim nächsten Grossanlass, dem slowUp, so sein.

slowUp Basel-Dreiland: Sonntag, 17. September, 10 bis 17 Uhr.

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