Rheinfelden

slowUp Basel-Dreiland bietet freie Fahrt für Velofahrer und Inlineskater

Am slowUp Basel-Dreiland am 21. September gehört die Strasse wieder den Velofahrern und allen, die ohne Motor unterwegs sind. archiv

Am slowUp Basel-Dreiland am 21. September gehört die Strasse wieder den Velofahrern und allen, die ohne Motor unterwegs sind. archiv

Der slowUp Basel-Dreiland rechnet am 21. September mit leidenschaftlichen Velofahrern und Inline-Skatern auf 60 Kilometer autofreien Strassen.

Für Stadtammann Franco Mazzi gibt es keine Zweifel: «Wir haben hier einen tollen Anlass, der die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes bewegt.» So sein Kommentar gestern Vormittag an einer Medienpräsentation auf dem historischen Inseli. Seit fünf Jahren gehört der slowUp Basel-Dreiland im Spätsommer mit einer «Schleife» von rund 20 Kilometern auch zur Region Rheinfelden: Ein autofreier Sonntag am 21. September zwischen 10 und 17 Uhr, an dem auch Kantonsstrassen mit dem Velo und Inlineskates grosszügig und somit frei von Autoverkehr befahren werden dürfen.

Grenzüberschreitender Anlass

Trotz wolkenverhangenem Himmel ulkt der Stadtammann: «Das schlechte Wetter in diesem Spätsommer kann nur noch besser werden.» Und darauf hofft auch sein Amtskollege aus der badischen Nachbarstadt. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt: «Der über mehrere Brücken führende slowUp demonstriert nicht nur Verbundenheit in der Region, sondern bietet auch für unsere beiden Städte Rheinfelden eine gute Werbung.»

Dass es vielleicht mal eine «zusätzliche Rheinquerung» geben könnte, schiebt er in seine Rede mit hoffnungsvollem Unterton ein: «Wir sind in sorgfältiger Vorbereitung», so Eberhardt, ohne explizit den Begriff «neuer Rheinsteg» auszusprechen. Und auch Stadtammann Mazzi übt sich in Zurückhaltung, obwohl schon Finanzierungsbeiträge des aargauischen Rheinfelden für einen angedachten Brückenschlag in Aussicht stehen.

Vereine mit Herzblut dabei

Die slowUp-Aktion beschäftigt letztlich mehr: Mazzi verweist auf den Hauptwachtplatz, wo Turnverein und Veloclub für die Bewirtung am Festbetrieb sorgen, und deutet auf die Chance hin, dann auf einer autofreien Kantonsstrasse mal in Richtung Kaiseraugst zu radeln oder zu skaten. «Ideal für Familienausflüge.» Daniel Vulliamy, der als Leiter Stadtmarketing im Rathaus auch die slowUp-Aktivitäten koordiniert, attestiert lobend den Vereinen, wieder «mit viel Herzblut» wieder dabei zu sein. Auch auf der badischen Rheinseite in Herten und dem Oberrheinplatz gibt es Festwirtschaften.

Werner Hassler, Altstadtrat und damals auch für das Ressort Verkehr verantwortlich, ist heute noch leidenschaftlicher Velo-Fahrer und löste die Rheinfelder Initiative aus, sich am
slowUp Basel-Dreiland zu beteiligen. «Das war nicht einfach, aber jetzt zählt die Begeisterung in der Bevölkerung», freut sich Hassler über die abwechslungsreichen Routen im Gesamtprojekt, die erstmals auch Lörrach und Saint-Louis ins Streckennetz einbinden. Im Fricktal führt der slowUp Basel-Dreiland auch durch die Gemeinde Kaiseraugst. «Die Veranstaltung hat sich etabliert und beweist das Miteinander», strahlt Werner Hassler auch angesichts der Tatsache, dass auf der Gesamttournee acht Mal die Ländergrenzen überschritten werden.

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