Magden
Slip ’n’ Slide-Festival: Wasser war das dominierende Element

Das «Slip ’n’ Slide-Festival» im Talhof ging am Wochenende reibungslos über die Bühne. Dieses wäre im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, würde es sich dabei nicht um eine nass-rutschige Angelegenheit handeln.

Catarina Martins
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Slip n Slide in Magden
7 Bilder
Kopfvoran Richtung Auffangbecken
Die Wagemutigen hoben immer ab
In rasantem Tempo gings ins Tal
Die Blache wird ausgelegt
Das Wasser spritzte bei der Ankunft im Auffangbecken
Aufbauarbeiten an der Rinne

Slip n Slide in Magden

Rosig sahen die Wettervorhersagen für das vergangene Wochenende nicht aus. Regen, Donner und Blitz kündigten die Meteorologen an. Schlechte Voraussetzungen für eine Veranstaltung, die unter freiem Himmel stattfindet wie das «Slip ’n’ Slide-Festival» im Talhof in Magden.

155 Meter lange Rutschbahn

Das «Slip ’n’ Slide» wurde zum dritten Mal vom Verein Aktive Freizeit Magden (AFM) veranstaltet und zählte letztes Jahr rund 700 Besucher, davon kamen rund 500 allein wegen der Rutschbahn. «Ob es genau so viele Teilnehmer wie im letzten Jahr waren, wissen wir noch nicht. Das schlechte Wetter hatte dieses Jahr natürlich starke Auswirkungen auf das Festival. Wir wollen ein Strandfeeling erzeugen und dafür muss das Wetter natürlich auch mitspielen», erklärt AFM Präsident Michael Wyss.

Einige Besucher liessen sich trotz allem nicht von Schlamm und Regen beirren und jagten die 155 Meter lange Rutschbahn hinab, die mit vielen kleinen Anhebungen die Abfahrt um einiges actionreicher machte. Bei der Rutschbahn handelt es sich um eine Blache, die auf einer Rinne verlegt wird. Eine Wasserpumpe versorgt die Bahn mit Wasser.

Steile Talfahrt

Zwischen 10 und 20 Sekunden dauerte eine Rutschpartie. «Absolut geil», jubelte eine Gruppe junger Männer und Frauen nach der Talfahrt und eilte den Hügel zum höchsten Punkt der Rutschbahn wieder
hinauf. Zum fünften, zehnten oder vielleicht gar schon zwanzigsten Mal? Viele wissen es nicht mehr. Bei zehn Franken Eintritt durfte man nämlich so oft runter ins Auffangbecken sausen, wie man wollte. Und dabei legten viele den einen oder anderen waghalsigen Stunt hin. So manch einer verlor gar seine Badehose auf dem Weg ins Tal.

Um den Durst der Teilnehmer zu stillen, die nach jeder Talfahrt auch wieder den Hügel rauflaufen mussten, baute die Aktive Freizeit Magden eine Biergondel, die für grosse Begeisterung sorgte. Wurstwaren vom Grill stillten später den Hunger. Doch nicht nur tagsüber lockte der nasse Spass Wasserratten an. Auch abends bevorzugten es einige Besucher in rasantem Tempo auf der Blache hinunter zu sausen, anstatt im warmen Festzelt zu tanzen.

Professioneller geworden

Die Aktive Freizeit Magden lässt sich jedes Jahr etwas Neues für die Besucher einfallen. Dieses Jahr war die Rutschbahn mit 155 Meter um einiges länger als im Vorjahr. Damals mass sie nur 90 Meter. «Was wir uns für nächstes Jahr einfallen lassen, steht noch nicht fest. Vielleicht wird die Bahn länger, vielleicht auch nicht», grinst Wyss und ist auch schon wieder weg. Die Arbeit ruft.

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