Fricktal

Sisslerfeld: Wer übernimmt die Vermarktung?

Im Sisslerfeld sollen weitere Firmen aus der Life-Science-Branche angesiedelt werden.

Im Sisslerfeld sollen weitere Firmen aus der Life-Science-Branche angesiedelt werden.

Bei der Entwicklung und Vermarktung des Areals Sisslerfeld liegt der Lead nur noch bis Ende Jahr beim Kanton. Dann wird der Bereich Arealentwicklung eingestellt.

Das Sisslerfeld ist die grösste zusammenhängende Landreserve der Nordwestschweiz. Auf dem Industrie-Filetstück sollen Firmen aus der Life-Science-Branche angesiedelt werden. Doch die Arealentwicklung mit mehreren beteiligten Grundeigentümern und Gemeinden ist komplex. Entsprechend anspruchsvoll ist die Vermarktung. Nun kommt eine neue Schwierigkeit hinzu: Die kantonale Standortförderung Aargau Services kann ihre Leaderrolle bei der Arealentwicklung nur noch bis Ende Jahr wahrnehmen.

Grund dafür ist ein Spar-Entscheid des Grossen Rats. Dieser hat beim Kredit für die Weiterführung des Programms Hightech Aargau Abstriche gemacht. Der Regierungsrat beantragte 27,6 Millionen Franken für die kommenden vier Jahre – rund neun Millionen weniger als für die ersten vier Jahre –, doch der Grosse Rat kürzte den Kredit um zwei Millionen. Der Entscheid fiel knapp, durch den Stichentscheid des Ratspräsidenten Benjamin Giezendanner (SVP). Die Einsparungen sollen unter anderem durch den Verzicht auf den Bereich Arealentwicklungen erfolgen.

«In den kommenden Wochen führen wir nun Gespräche mit den Grundeigentümern und den Gemeinden, um das weitere Vorgehen zu definieren», sagt Sabina Erny, Projektleiterin Arealentwicklung bei Aargau Services. Gesucht wird dabei ein neuer Leader bei der Arealentwicklung und der Vermarktung. «Zusätzlich werden wir bis Ende Jahr versuchen, die Website des Areals in der Zielgruppe noch bekannter zu machen.

Gespräche mit Investoren

Der nördliche Teil des Areals ist seit einiger Zeit marktreif und gemäss Erny gibt es immer wieder Anfragen. «Allerdings auch von Interessenten, deren Projekte nicht zonenkonform sind.» Aktuell laufen Gespräche mit Investoren, die den Gedanken eines Life-Science-Campus aufgreifen möchten. Um auch den südlichen Teil zur Marktreife zu bringen, müssen noch Lösungen für die Verkehrs- und Abwassererschliessung erarbeitet werden. Gespräche dazu sind laut Erny ebenfalls im Gang.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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