Kaiseraugst

Sie träumt von den Laufstegen in Mailand und New York

Adelina Kuqi wurde zur Miss Nordwestschweiz gekürt. In den Ferien möchte sie in den USA Model-Kontakte knüpfen.

Adelina Kuqi wurde zur Miss Nordwestschweiz gekürt. In den Ferien möchte sie in den USA Model-Kontakte knüpfen.

Adelina Kuqi aus Kaiseraugst ist die schönste Nordwestschweizerin 2014. Jetzt möchte sie ihr Hobby zum Beruf machen und international als Model Fuss fassen. Für dieses Ziel kämpft sie.

Das Herz der 21-jährigen Adelina Kuqi schlägt für die Mode und das Modeln. Diese Leidenschaft zeigt sich auf den ersten Blick an ihrem gut durchdachten, genau aufeinander abgestimmten Outfit: Die schlichte Bluse passt farblich zu den blauen Ballerinas, während die schwarze Röhrenjeans dem sommerlichen Look noch einen eleganten Schliff verpasst. Besonders auffallend ist die teure Armbanduhr von Louis Chevrolet, die Kuqis Handgelenk ziert. «Diese Uhr habe ich neben vielen anderen Gutscheinen und einem einjährigen Modelvertrag der Agentur ‹VIP-agency› bei der Wahl zur Miss Nordwestschweiz gewonnen», erklärt Kuqi stolz, während sie an einem Fruchtdrink nippt.

Die Freude am Modeln entdeckte die aus Kaiseraugst stammende Adelina
Kuqi bereits als junger Teenager. «Mit 15 oder 16 Jahren hatte ich mein erstes richtiges Fotoshooting, seither arbeite ich regelmässig mit Fotografen zusammen und habe auch schon bei einigen Misswahlen und Castings mitgemacht.» Die gebürtige Kosovarin versuchte ihr Glück bei «Germany’s Next Topmodel» und bei den Miss-Schweiz-Wahlen. Bei beidem schaffte sie es in die engere Auswahl. Für die Modeboutique «Basel is beautiful» prangt das Model auf diversen Litfasssäulen.

Schattenseiten des Modelalltags

«Vor der Kamera fühle ich mich einfach wohl und selbstbewusst. Der Erfolg bei den Miss-Nordwestschweiz-Wahlen hat mich nochmals darin bestärkt, dass ich das Modeln zu meinem Hauptberuf machen möchte», so die junge Frau zu ihren Zukunftsplänen. Im Sommer hat sie zusammen mit ihrem Freund Ferien in den USA gebucht. Diesen Aufenthalt möchte Adelina Kuqi unter anderem dafür nutzen, neue Kontakte im Business zu knüpfen oder nach Modedesignern und Agenturen Ausschau zu halten. Trotz des grossen Traums, es nach ganz oben, auf die Laufstege von Mailand und New York, zu schaffen, ist sich Adelina Kuqi auch der Schattenseiten des Modelalltags bewusst. «In diesem Beruf ist es schwierig, Fuss zu fassen und eine Familie zu gründen, weil man ständig unterwegs ist. Ausserdem muss man sich stets anpassen und die Gefahr, auf Leute zu treffen, die dich ausnutzen und dir schaden wollen, ist gross.»

Auch Kuqi musste Erfahrungen mit unseriösen Fotografen machen. «Im Internet gibt es viele komische Leute, die sich als Fotografen ausgeben, um an junge hübsche Mädchen zu gelangen. Sobald ich ein mulmiges Gefühl im Bauch hatte, habe ich die Sache meistens gleich ganz gelassen.» An dieser Stelle möchte Kuqi allen jungen Mädchen, die sich mit einem Fotografen verabreden, ans Herz legen, immer eine Begleitperson zum ersten Treffen mitzunehmen und sich auf kein Shooting ohne seriösen Vertrag einzulassen.

Adelina Kuqis Freund Yannick, den sie seit neun Jahren kennt und mit dem sie seit zwei Jahren eine Beziehung führt, unterstützt seine Freundin tatkräftig, damit es auf der Karriereleiter weiter nach oben geht. «Mein Freund steht absolut hinter mir. Ich glaube, er ist ziemlich stolz auf mich.» Bei diesen Worten muss Adelina Kuqi schmunzeln.

«Bis im Februar dieses Jahres war ich, nach meiner Ausbildung, ein Jahr lang auf Jobsuche. Mit dem Sieg bei den Miss-Nordwestschweiz-Wahlen konnte ich meinem Freund und vor allem meiner Familie beweisen, dass ich kämpfen und mich für etwas einsetzen kann, das mir wichtig ist.» Seit Adelina Kuqi im Februar den Job in einem Stellenvermittlungsbüro bekommen hat, geht es im Leben der jungen Frau bergauf. «Die Arbeit im Büro macht mir wirklich Spass. Ich habe eine tolle Chefin, die grosse Rücksicht auf meine momentane Situation nimmt.»

Adelina Kuqi ist davon überzeugt, dass sie in der Zeit ohne Job viel über sich und das Leben gelernt hat. «Ich habe schwierige Phasen durchgemacht, in denen ich oft verzweifelt war. Trotz vieler Absagen und Enttäuschungen habe ich nie aufgegeben.» Die frisch gekürte Miss Nordwestschweiz ist sich sicher, dass dieser Kampfgeist viel zu ihrem Erfolg beigetragen hat.

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