Zeihen

Seuchen-Angst in Zeihen: Sperrgebiet wegen kranker Kaninchen

Kaninchen leben in Zeihen derzeit gefährlich (Symbolbild)

Kaninchen leben in Zeihen derzeit gefährlich (Symbolbild)

In Zeihen sind zwei Kaninchen an Myxomatose erkrankt – eine ansteckende Kaninchenkrankheit, die zum Tod führt. Nun hat der kantonale Veterinärdienst das ganze Gebiet der Gemeinde Zeihen zum Sperrgebiet erklärt.

Zwei Haus-Kaninchen sind in Zeihen an Myxomatose erkrankt. Die meldepflichtige Kaninchenseuche wurde im Kanton Aargau letztmals im Jahre 1999 festgestellt. Sie ist in der Nordwestschweiz bereits früher gelegentlich aufgetreten.

Um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern, hat der kantonale Veterinärdienst im Amt für Verbraucherschutz das ganze Gebiet der Gemeinde Zeihen zum Sperrgebiet erklärt. Im Sperrgebiet ist ab sofort jeglicher Handel und Verkehr mit Kaninchen während 30 Tagen verboten, wie der Kanton mitteilt.

Tritt innert dieser Zeit kein neuer Fall auf, so kann die Sperre voraussichtlich ab Mitte September 2011 wieder aufgehoben werden. Der Kantonale Veterinärdienst fordert die Halterinnen und Halter von Kaninchen auf, ihre Bestände im Sperrgebiet genau zu beobachten und alle Anzeichen einer Krankheit umgehend ihrem Tierarzt oder ihrer Tierärztin zu melden.

Tod innert einer Woche

In der Regel wird die Krankheit über verwilderte Kaninchen, die aus dem benachbarten Frankreich über Basel ins Fricktal wandern, verschleppt. Die Seuche ist ausschliesslich für Haus- und Wildkaninchen, nicht aber für Feldhasen gefährlich und stellt keine Bedrohung für Menschen oder andere Tierarten dar.

Das Virus kann durch direkten Kontakt via Speichel, Urin und Kot sowie indirekt über stechende Insekten wie Mücken und Flöhe übertragen werden. Die Kaninchen zeigen eine eitrige Bindehautentzündung am Auge, Lichtempfindlichkeit und eine starke Schwellung des Kopfs, die an einen «Löwenkopf» erinnert.

Die Tiere werden täglich schwächer, fressen nicht mehr und innert fünf bis sieben Tage sterben bis zu 99 Prozent der erkrankten Tiere. Überleben die Tiere länger, so treten knotige, harte, in der Haut fühlbare Schwellungen am ganzen Körper auf. (pd/sha)

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