Frick

Sensationsfund: Der Rekord-Dino soll auf lange Reisen gehen

In einer Tongrube in Frick war im Sommer das bisher grösste Dinosaurierskelett der Schweiz gefunden worden. Nun plant das Sauriermuseum die Zukunft Rekordfundes. Dieser soll nun so präpariert werden, dass er «auf Reisen» gehen kann.

Mobil soll der Dinosaurier sein. Einfach in verschiedene Teile zu zerlegen, auf Palette zu laden, in einem Transporter zu verstauen – und anschliessend in nützlicher Frist wieder aufzubauen. Das ist der Plan des Fricker Sauriermuseums für den im Sommer gefundenen Plateosaurier.

Immer wieder würden das Museum Anfragen erreichen, ob ein Ausstellungsstück für einen Anlass ausgeliehen werden könnte, sagt Museumsleiterin Andrea Oettl. Auch von anderen Museen vor allem aus dem deutschsprachigen Raum bestünde eine Nachfrage in diesem Bereich, etwa für Sonderausstellungen. 

«Momentan haben wir aber keine Museumsstücke, die wir für solche Anlässe anbieten können», so Oettl. Das Skelett des Plateosauriers soll diese Lücke schliessen. «Wir wollen ihn so präparieren, dass er mobil ist», sagt Oettl. «Das Ziel ist, dass er ein wenig reisen darf.»

Heimat im neuen Museum?

Ein wenig reisen. Die Worte der Museumsleiterin sind nicht etwa zufällig gewählt. Denn obwohl im aktuellen Museum im Primarschulgebäude kein Platz für eine permanente Ausstellung des riesigen Plateosaurier-Skeletts ist, soll dieses dereinst in Frick seine Heimat finden – «am besten in einem neuen Sauriermuseum», wie Oettl schmunzelnd sagt.

Den Traum eines neuen Sauriermuseums hegen die Fricker Dino-Begeisterten schon seit längerem. Das Projekt nimmt im Hintergrund denn auch langsam Formen an. Für den Standort des neuen Museums würde die Nähe zur Fricker Tongrube gesucht – «also zu dem Platz, an dem die Dino-Knochen gefunden werden», sagt Oettl.

Und Susanne Gmünder Bamert, Gemeinderätin von Frick, bestätigt: «Der Wunsch und die Vision sind da. Wir sind daran, die Fäden zu spannen. Spruchreif ist aber noch nichts.» Zunächst würden jetzt die Platzverhältnisse abgeklärt und die Ansprüche an das neue Museum ausgearbeitet, so Oettl. Anschliessend werde auch ein Businessplan für die Finanzierung erstellt.

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Knochen zu verkaufen

Um die Finanzierung geht es aktuell auch beim Plateosaurier. Denn bevor dieser mobil auf Reisen geht, muss er präpariert werden. 40 000 bis 50 000 Franken, so schätzt Oettl, dürfte dies kosten.

Ein Betrag, den das Fricker Sauriermuseum nicht alleine stemmen kann. An den Basler Mineralientagen (5. und 6. Dezember), welche die Fricker Dinosaurier zum Thema machen, will man deshalb einen Versuch starten: «Wir wollen spüren, ob die Leute bereit sind, etwas zur Präparation beizutragen», sagt Oettl.

Geplant ist, einzelne Knochen symbolisch zu verkaufen. «Wenn sich zeigt, dass Interesse vorhanden ist, führen wir die Aktion anschliessend im Internet weiter. Sowohl auf der eigenen Homepage als auch auf einer Crowdfunding-Plattform», erklärt Oettl.

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