Gipf-Oberfrick

Selbst Norweger wollten die Schweizer Rammler sehen

Die kantonale Rammlerschau in Gipf-Oberfrick kam gut an. Drei kantonale Verbände beteiligten sich daran – ein Novum in der Schweiz.

«Gemeinsam in die Zukunft»: So fasste Roland Schmid einen Leitgedanken der grossen Ausstellung von Rammlern (männliche Kaninchen) bei der Mehrzweckhalle in Gipf-Oberfrick am Wochenende zusammen. Ein 17-köpfiges Team mit Schmid als OK-Präsident hatte die Schau auf die Beine gestellt. Ausrichter waren die beiden Kleintierzuchtvereine Kaisten sowie Frick, Gipf-Oberfrick und Umgebung. Ihr Motto: «Zusammenkunft ist ein Anfang, Zusammenhalt ist ein Fortschritt, Zusammenarbeit ist der Erfolg.» Was OK-Mitglied Linus Jegge so erklärte: «Wir arbeiten schon seit ein paar Jahren zusammen, weil jeder Verein an seine Grenzen kommt. Aber zusammen können wir eine solche Veranstaltung durchführen.»

In der Geschichte der kantonalen Rammlerschau war es das erste Mal, dass drei Verbände – Aargau, beide Basel, Waldstätte mit Luzern, Uri, Schwyz und Nidwalden – unter einem Dach waren. «Wir sind die ersten in der Schweiz, die es geschafft haben, mit drei Kantonalverbänden eine Ausstellung zu machen», war Roland Schmid stolz. Dem OK-Team gehörten neben den Fricktaler Vereinen Vertreter der teilnehmenden Verbände an. «Mit nur vier Sitzungen haben wir alles auf die Beine gestellt», berichtete Linus Jegge.

Haltung, Fell, Farbe, Glanz, Gesundheit und Pflege zählt

576 Kaninchen unterschiedlicher Rassen, Grössen und Farben waren am Samstag und Sonntag in der Halle zu sehen. Der halboffene, von der Gemeinde Gipf-Oberfrick zur Verfügung gestellte Ausstellungsort erwies sich als ideal – für die Besucher etwas kühl, für die Kaninchen hingegen genau richtig.
Am Donnerstag erfolgte die Anlieferung der Tiere, am Freitag deren Bewertung durch Experten. Am selben Tag ging die Broschüre mit den Ergebnissen in Druck, sodass sie dem Publikum zur Verfügung stand.

Die Rammler wurden unter anderem nach Haltung, Fell, Farbe, Glanz, Gesundheit und Pflege bewertet. 100 Punkte waren das Maximum, «aber alles, was über 96 Punkte ist, ist spitze», so Roland Schmid. Jeder Verband hatte seine eigene Rangliste. Die jeweiligen Rassensieger wurden mit Plaketten ausgezeichnet, für die erfolgreichen Züchter gab es von einem Götti gestiftete Teller. Das Rangverlesen fand am Samstag im Beisein von Sandra Heuberger-Ursprung, Präsidentin des Aargauischen Kleintierzüchterverbands, statt.

Das Interesse an der Schau war beachtlich. «Die Ausstellung ist gut besucht, wir sind sehr zufrieden», sagte Schmid. Vor allem die Kinder hatten ihre Freude an den flauschigen Tieren. Unter den Gästen waren Delegationen aus Deutschland und Norwegen. «Sie wollen sehen, wie wir es handhaben mit der Ausstellung», erklärte Linus Jegge. Besondere Rammler mussten für das norwegische Fotoalbum stillhalten. Gegen kalte Füsse, Hunger und Durst half die Festwirtschaft.

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