Laufenburg

Seit die neue Lärmschutzwand steht, ist es deutlich lauter geworden

Fährt ein Lastwagen vorbei, wird es laut: 76,4 Dezibel zeigt das Messgerät sogar hinter der Lärmschutzwand am Galgenrain in Laufenburg an.

Fährt ein Lastwagen vorbei, wird es laut: 76,4 Dezibel zeigt das Messgerät sogar hinter der Lärmschutzwand am Galgenrain in Laufenburg an.

Die Lärmschutzwand hat keine Verbesserung gebracht, eher ist das Gegenteil eingetreten, stellen Sigrid und Edgar Amthauer am Galgenrain fest. Im Frühling 2015 wird eine Lärmmessung durchgeführt.

Sie ist seit Mitte Oktober fertiggestellt, 239 Meter lang, ein bis drei Meter hoch und hat den Kanton 1,17 Millionen Franken gekostet – die Lärmschutzwand am Galgenrain in Laufenburg. Sie befindet sich zwischen der Kantonsstrasse und den Kraftwerkhäusern.

Gemäss den Vorgaben soll die Reduktion des Verkehrslärms rund 6 bis 8 Dezibel betragen. Während die meisten Bewohner am Galgenrain gegenüber der Aargauer Zeitung erwähnten, es sei «eine Verbesserung» festzustellen oder «kein Unterschied zu vorher», fühlen sich Sigrid und Edgar Amthauer «einem deutlich stärkeren Lärmpegel ausgesetzt».

Sie bewohnen das erste Haus bei der Einfahrt zum Galgenrain. Vor ihrer Liegenschaft endet die Lärmschutzwand, die dort aus Steinkörben besteht.

«Von der Strasse her werden die Fahrzeuggeräusche wie durch einen Trichter genau auf unser Haus gelenkt, während die Fussgängerpasserelle, die über die Kantonsstrasse und die Eisenbahnlinie zum Swissgrid-Areal führt, den Lärm zurückwirft. Zudem besteht eine Lücke zwischen dem Schutzwall und der Passerelle, weil die Steinkörbe in jenem Bereich zu wenig hoch aufgeschichtet wurden», hielt Sigrid Amthauer fest.

«Morgens und abends viel Lärm»

«Den meisten Lärm haben wir morgens zu ertragen, wenn alle Pendler in Richtung Autobahnzubringer fahren. Am Abend bildet sich meistens eine stehende Kolonne, die für uns ebenfalls sehr belastend ist», so Sigrid Amthauer, die sich ein Lärmmessgerät besorgt und selber Messungen durchgeführt hat. Sogar hinter der Lärmschutzwand nimmt der Lärm um bis zu zehn Dezibel zu, sobald ein Lastwagen auf der Kantonsstrasse vorbeifährt.

Erfolgsmessung im Frühling

Die Aargauer Zeitung erkundigte sich bei Andreas Sutter, dem Leiter der Lärmschutzprojekte beim Kanton, ob weitere Massnahmen am Galgenrain vorgesehen seien. «Voraussichtlich im März nächsten Jahres wird eine neue Messung durchgeführt», sagte er. Die Aufzeichnungen werden mit den Messresultaten verglichen, die vor dem Bau der Lärmschutzwand erhoben wurden.

Roberto Scappaticci, Teilprojektleiter Lärmschutzwände beim Kanton, meinte: «Viele Leute sind der Meinung, eine Lärmschutzwand sei wie eine Glocke über allem und dämme sämtliche Geräusche. Dem ist nicht so. Auch am Laufenburger Galgenrain nicht.»

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