Möhlin
Seit 20 Jahren besteht die betreute Wohngruppe Rüchi

In Möhlin besteht seit 20 Jahren die Wohngruppe Rüchi der Stiftung Menschen mit einer Behinderung im Fricktal (MBF): 7 Frauen und Männer haben dort ein Zuhause gefunden.

Ingrid Arndt
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Die Wohngruppe Rüchi – eine 20-jährige Erfolgsgeschichte, die gefeiert wird. – Foto: ari

Die Wohngruppe Rüchi – eine 20-jährige Erfolgsgeschichte, die gefeiert wird. – Foto: ari

Das 20-jährige Bestehen der Wohngruppe Rüchi feierten die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Betreuungsteam unter der Leitung von Alexander Grimm, einigen Gründungsmitgliedern von damals, mit dem Stiftungsrat, der Geschäftsführung, Familienangehörigen, Freunden und interessierten Besuchern.

Ursula Brun Klemm, Präsidentin des Stiftungsrats, begrüsste die Gäste und freute sich über die vielen positiven Veränderungen. Sie dankte denen, die vor zwei Jahrzehnten massgeblich zum Entstehen dieses Projekts beigetragen haben, unter ihnen Architekt Rudolf Vogel, ehemaliger Stiftungsratpräsident, dann Hans Mayer, ehemaliger Verwalter sowie Ueli Sager als Arzt. Als Gäste konnten sie mit recht viel Wohlwollen das lebendige Treiben im Haus verfolgen.

Gleich nach Eröffnung der Wohngruppe Rüchi 1993 habe das Angebot ein grosses Echo gefunden und schon nach einem Jahr war das Haus komplett besetzt, erinnerte rückblickend Jean-Paul Schnegg, Geschäftsführer der MBF in Stein. Durch eine kontinuierliche Begleitung wird die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner so gestärkt, dass sie ihren Alltag meistern können. Ein Meilenstein sei das Projekt «Freizeitgestaltung» gewesen, das die Möglichkeit bot, auch ausserhalb der Wohngruppe neue Erfahrungen zu sammeln. Hervorragend seien die guten Nachbarschaftsbeziehungen und die feste Verankerung in der Gemeinde Möhlin. Auch baulich sei es mit Riesenschritten vorwärtsgegangen. Neustes Schmuckstück ist der Teich mit kleinem Springbrunnen im Garten.

Geschäftsführer Schnegg dankte dem gesamten Betreuungsteam des Hauses für die stets engagierte Arbeit und wagte auch einen Blick nach vorn und zu den kommenden Herausforderungen. «Denn», so erinnerte er, «wie wir alle, werden auch unsere Bewohner irgendwann das Rentenalter erreichen und auch dafür muss es einen Plan geben.»

Beim Rundgang durch das Haus war überall die wohnliche Atmosphäre zu spüren. Stolz zeigten alle ihr kleines, ganz individuell eingerichtetes Reich. So begrüsste auch Heinz Krieg, seit 2011 Mitbewohner, die Besucher in seiner gemütlichen Singleklause direkt unter dem Dach. Überall Familienfotos, Schreibtisch mit Laptop, Erinnerungsstücke. Selbstbewusst erzählte er von seiner Halbtagstätigkeit in Stein, seinen Freizeitaktivitäten, dem Miteinander im Haus immer nach dem Motto: einer hilft dem anderen bei allen notwendigen Tätigkeiten wie Putzen, Einkaufen, Kochen, Waschen. Besondere Freude hat er an den jährlichen Urlaubslagern der Wohngruppe, in diesem Jahr in der Toskana.