Hornussen
Seit 20 Jahren begeistert das Benefiz-Motocross Fahrer und Zuschauer

Beim Motocross-Rennen in Hornussen fühlen sich die Teilnehmer wie eine grosse Familie. Manche kommen schon seit 20 Jahren. Rund 300 Fahrer nahmen am beliebten Rennen teil.

Hans Christof Wagner
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Wer schnell durch die Kurven kam, hatte Vorteile
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Vier Sprungstellen waren in die Rennstrecke integriert
Mehrere Sprungstellen waren in die Rennstrecke integriert
Motocross-Rennen in Hornussen
Insgesamt vier Sprungstellen waren in die Rennstrecke integriert
Die Fahrer machen sich bereit für den Start
Bereit für den Start
Beni Schenk (links) und Marcel Mösch kommen schon seit vielen Jahren zum Motocross nach Hornussen
Auch die jüngsten Besucher konnten sich mit Papi als Töfflenker versuchen
Beim Start galt es, sich eine gute Position zu verschaffen
Beim Cross Country-Lauf lagen Baumstämme im Weg

Wer schnell durch die Kurven kam, hatte Vorteile

Aargauer Zeitung

20 Jahre gibt es den Anlass inzwischen schon. Seinerzeit kamen fünf Töff-Begeisterte

zusammen und überlegten sich neue Wege, ihren Sport populär zu machen. Die Fünf kamen auf die Idee, Motorsport mit Sozialem zu kombinieren. Was als Erlös bleibt, kommt einer guten Sache im Fricktal zugute. Dieses Jahr gelangt der Jugendtreff der Gemeinden Hornussen, Bözen, Effingen, Elfingen sowie der Samariterverein Herznach in den Genuss des Geldes. Auf die guten Dienste der Samariter kann der Veranstalter, der Verein Motocross Fricktal, schon seit Beginn an bauen.

300 Fahrer am Start

«Als wir 1995 in Densbüren das erste Mal starteten, gingen rund 70 Fahrer an den Start und alle waren aus dem Fricktal», erzählt Fritz Schmid vom OK. Am vergangenen Wochenende waren es in Hornussen knapp 300 Fahrer - aus der gesamten Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und sogar aus Ungarn. Mit allein 75 war das Fahrerlager bei der Cross Country-Prüfung am grössten. Hier war Geschwindigkeit gefragt, aber auch Geschicklichkeit und Ausdauer. Lief das Rennen, zu dem ein «Le Mans Start» gehört (Die Piloten rennen zu ihren abgestellten Maschinen) doch ganze 90 Minuten. Und so mussten viele Fahrer nachtanken, weil eine Tankfüllung für die vielen Runden auf der für diese Kategorie eigens verlängerten Piste nicht ausreichte.

Taktik gefragt

Marcel Mösch, Fahrer aus Gränichen: «Mich fasziniert Cross Country, weil es hier nicht nur aufs Tempo ankommt, sondern auch auf Taktik. Hier wird der Lauf nicht schon in der ersten Kurve entschieden, hier kann ich auch mit einer Enduro-Maschine starten.» Schon seit 20 Jahren, also von Beginn an, ist Mösch mit dabei. Kollege Beni Schenk aus Uerkheim fährt seit rund 17 Jahren mit. «Ein Super Event hier», sagt er.

Begeisterte Zuschauer

Doch nicht nur das Fahrerlager war begeistert. Auch den Zuschauern war speziell beim Cross Country-Lauf einiges geboten: Wie die Töfflenker auf der Strecke liegende Baumstämme überwanden, durch enge Parcours balancierten und steile Kurven meisterten. Mit 75 Maschinen am Start gab es mancherorts auch Staus, so vor allem vor dem Wäldchen, das es zu durchqueren galt.

Horst Keller aus Winznau nahm nicht am Cross Country teil, er fuhr beim 650er-Rennen mit. Doch auch er ist auch schon ein alter Hase, zum 16. Mal dabei: «Der Hornusser Motocross ist der schönste in der ganzen Schweiz», schwärmt er. «Die Streckenführung stimmt einfach.» Streckenbauer Mike Fricker aus Kaisten und seine Helfer hatten eine Woche daran gearbeitet, vor allem an den insgesamt vier Sprungstellen.

Idealer Boden

Auch der Boden war ideal. Hatte es bei den Trainings am Vormittag noch geregnet, blieb es am Nachmittag sonnig. So war die Piste weder zu feucht noch zu trocken. Rund 80 Helfer waren im Einsatz - ob an der Strecke oder im Festzelt, in dem gegen 19 Uhr das Rangverlesen stattfand und die jeweils Schnellsten ihre Pokale entgegennahmen.