Bad Säckingen
Sein Disco-Format «Gusty’s Popshop» ist legendär: DJ und Filmemacher Gusty Hufschmid stirbt im Alter von 70 Jahren

Musiker, Moderator oder Tauchlehrer. Der Filmemacher Gusty Hufschmid hat sich immer wieder neu erfunden.

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Im Dezember 2019 feierte der Film über Laufenburg von Gusty Hufschmid (Mitte) Premiere. Mit dabei waren Stadtmann Herbert Weiss und Graf Hans IV.

Im Dezember 2019 feierte der Film über Laufenburg von Gusty Hufschmid (Mitte) Premiere. Mit dabei waren Stadtmann Herbert Weiss und Graf Hans IV.

psc (6.Dezember 2019

Ob als Musiker, DJ, Radiomoderator, Tauchlehrer oder zuletzt als Filmemacher: Der Bad Säckinger Gusty Hufschmid hat sich immer wieder neu erfunden. Jetzt ist der Tausendsassa am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben.

Musik spielte im Leben von Hufschmid eine tragende Rolle und bedeutete ihm alles. Bereits 1965, als Schüler, begann er mit dem Sammeln von Schallplatten, vor allem Maxi-Singles. Einst waren 40000 Platten und CDs in seinem Besitz.

Mit diesen Platten war Hufschmid dann ab 1971 mit seiner mobilen Disco «Gusty’s Popshop» zunächst im Vereinshaus, dann am gesamten Hochrhein unterwegs und bis zuletzt strömten die Besucher in die Hallen und Säle, wenn Gusty Hufschmid gemeinsam mit anderen zur «Oldie Night» eingeladen hatte. Unter anderem zur Musik von Deep Purple, The Sweet, Pink Floyd, Boney M., Baccara und Santa Esmeralda wurde getanzt.

Seine ersten Erfahrungen als Radiomacher sammelte er 1984 mit dem deutschsprachigen Feriensender am Gardasee, Radio Antenne 3. 1987 gründete er dann den ersten lokalen Radiosender im Land. «Hochrhein Radio Antenne 3» sendete von der Rheinbrückstrasse in Bad Säckingen aus, bevor es vier Jahre später wieder seinen Betrieb einstellte.

Obwohl immer noch oft mit seiner Musik unterwegs, widmete er sich immer mehr der Filmemacherei. Besonders seine Heimatstadt Bad Säckingen, wo er auch geboren wurde, rückte Gusty Hufschmid gekonnt ins Rampenlicht.

Die Besonderheiten der Heimat

Mit seinem besonderen Gespür für die Besonderheiten in seiner Heimat fing Gusty Hufschmid an, Stadtporträts entlang des Hochrheins zu drehen. 2008 drehte er den Film «Zauberhaftes Bad Säckingen», dem zehn Jahre später die zweite Ausgabe folgte.

Gefilmte Liebeserklärungen an Laufenburg, Murg oder Rheinfelden und das Wehratal machten Gusty Hufschmid in der ganzen Region bekannt. Diese Filme nahm dann auch Landrat Martin Kistler zum Anlass, den Filmemacher für seine besonderen Verdienste auszuzeichnen. 1998 war Hufschmid bereits mit seiner Kamera dabei, als die Weihnachtstanne aus Bad Säckingen nach Rom transportiert und auf dem Petersplatz aufgestellt worden ist. (ska)