Fricktal

Schwimmbadbetreiberin: «Auch die unverdrossenen Gäste bleiben aus»

Auch der treueste Badegast des Schwimmbads in Laufenburg hat aufgegeben. Das Schwimmbad bleibt in diesen Tagen leer. Sh

Auch der treueste Badegast des Schwimmbads in Laufenburg hat aufgegeben. Das Schwimmbad bleibt in diesen Tagen leer. Sh

Die Schwimmbäder im Fricktal kämpfen mit dem kalten Frühling. In Laufenburg bleibt sogar der treuste Badegast aus. Doch aufgeben wollen die Schwimmbadbetreiber noch lange nicht. Sie hoffen weiterhin auf eine Wetterbesserung.

Paul Gürtler bleibt positiv, trotz Nässe und Kälte im Wonnemonat Mai. Jammern, das könne man dann am Ende der Saison, sagt der Betriebsleiter des Vitamare Freizeitzentrums in Frick. «Am 15. September ziehen wir unser Fazit, nicht vorher.» Das bisherige Fazit, das würde denn auch reichlich ernüchternd ausfallen.

Erst ein Tag offen

Während genau eines Tages war das Freibad in Frick in dieser Saison für seine Kunden geöffnet. Das war vor über einer Woche. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Gürtler.

Aber eben: Er bleibt positiv. «Ich mache mir nichts vor. Plötzlich gibt es einen Wetterumschwung und wir haben eine Woche lang 35 Grad», sagt er und hofft wohl, dass es möglichst bald so weit ist.

Schon in den beiden vergangenen Jahren sei der Sommer alles andere als gut angelaufen. Dann aber, im August, sei es richtig heiss geworden. Als dann im September das Fazit gezogen wurde, fiel dieses gar nicht so schlecht aus.

Bis es so weit ist und das Thermometer endlich in sommerliche Höhen klettert, müssen sich die Angestellten im Vitamare anders beschäftigen. Rasenmähen steht in den Momenten an, in denen es gerade einmal nicht regnet. «Und wir kompensieren Überzeit, die wir dann, wenn es heiss ist, erarbeiten», sagt Gürtler und lacht.

Die Einbussen halten sich im Fricker Freibad in Grenzen. Über Pfingsten war im Hallenbad viel los, Familien haben die freie Zeit mit Planschen unter dem Dach verbracht. «Sonst aber merken wir es schon: Die Leute wollen raus. Das Interesse am Hallenbad hält sich in Grenzen.»

Unverdrossene geben auf

In Grenzen hält sich auch das Interesse am Schwimmbad in Laufenburg. Das Schwimmbad hat zwar jeden Tag geöffnet. «Aber es kommt einfach niemand», sagt Adelheid Küng. Sie betreut die Schwimmbadkasse und den Kiosk, Ehemann Bernhard ist Bademeister.

Jetzt habe auch der treuste Badegast aufgegeben. «Ein Mann, der sonst unverdrossen bei jedem Wetter seine Runden schwimmt, kommt seit zwei Tagen nicht mehr», sagt Küng. Und so macht sie jeweils um 13 Uhr zu.

Jammern will aber auch Adelheid Küng nicht. «Wir bleiben ungebrochen positiv, alles andere nützt nichts.» In der eigenen Wetter-Statistik führen die Küngs in neun Jahren einen Mai, der von Anfang bis Ende schön war.

Denn auch in den vergangenen Jahren sei das Wetter durchaus auch einmal über Tage hinweg schlecht gewesen, sagt Küng. Dass die Temperatur des ungeheizten Wassers mit 16 Grad deutlich höher als die Luft-Temperatur liegt, das überrascht aber auch sie. «Eigentlich könnte man sich im Wasser aufwärmen», sagt sie und lacht.

Langweilig wird es nicht

Küng weiss, dass die Badegäste früher oder später kommen. «Da reicht meist schon die Prognose für einen schönen Tag», weiss Küng. Dann steigen auch die Verkaufszahlen für die Saison-Abonnemente, die sich zurzeit noch knapp über der Null bewegen.

Langweilig wird es den Küngs aber auch jetzt nicht. Die Technik will gewartet sein, die Wasserqualität geprüft und das Bad sauber gehalten. Damit dann alles bereit ist, wenn die Sonne und die Gäste auftauchen.

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