Laufenburg

Schwierige Zeiten für Museum Schiff: Trotz Wiedereröffnung herrscht nicht nur Grund zur Freude

Hannes Burger öffnet die Tür zum Museum wieder.

Hannes Burger öffnet die Tür zum Museum wieder.

Nach der Coronapause öffnet das Museum Schiff wieder. Hinter dem Museumsverein liegen schwierige Wochen. So hat verstarb der langjährige Ausstellungsmacher Alois Schmelzer. Auch der überalterte Vorstand weckt Sorgen. Trotzdem wird im Museum rege für die Zukunft geplant.

Nach der corona­bedingten Zwangspause öffnet das Museum Schiff am Samstag, 20.Juni, wieder. Die vergangenen Monate waren keine einfache Phase für das Museum. So hat der Vorstand des Museumsvereins sein geschätztes Mitglied und seinen wichtigen Ausstellungsmacher Alois Schmelzer verloren. Er verstarb Anfang Mai völlig unerwartet mit 70 Jahren. Viele Ausstellungen im Museum wurden von ihm gestaltet. So auch «Biblia deutsch», die auf Grund der herrschenden Situation nun bis September verlängert wird.

Daneben zieht sich Martin Blümcke, Ehrenmitglied des Vereins und ehrenamtlicher Stadtarchivar vom badischen Laufenburg, aus Altersgründen von der Museumsarbeit zurück. Er war als Leiter der aktuellen aber auch zahlreicher anderer Ausstellungen massgeblich am Geschehen im Museum beteiligt. Blümcke blickt sorgenvoll auf den Vereinsvorstand und bemerkt: «Der gehört nicht gerade der Jugend an.» Grundsätzlich aber gehörten Mitglieder von Geschichts-, Heimat- oder Museumsvereinen eher der älteren Generation an und vermeldeten stetigen Rückgang der Mitglieder, relativiert Blümcke.

Die Sorgen wegen eines überalterten Vorstands wischt Hannes Burger, Präsident des Museumsvereins, beiseite und freut sich über den Vorstands­zuwachs eines historisch bewanderten Mannes aus badisch Laufenburg. Ausserdem werde mit dem neuen Konzept die Lehrerschaft von hüben und drüben des Rheins mit einbezogen. So erhofft sich der Museumsverein neue und jüngere Mitglieder.

Finanzierung der Sanierung ist weiterhin ein Thema

Burger blickt seinerseits freudig der Wiedereröffnung des Museums entgegen. Für die aktuelle Ausstellung wird voraussichtlich noch mindestens eine Führung durch Pfarrer Norbert Plumhof angeboten. Diese dann aber mit vorheriger Anmeldung und mit maximal zehn Personen. Das ist eine der Massnahmen des Sicherheitskonzeptes, das von Vorstandsmitgliedern ausgearbeitet wurde.

Die nächste Jahresausstellung ist derweil bereits in Planung. Kuratiert von Ariane Dannacher werden Darstellungen der Laufenburger Altstadt gezeigt, davon eine Vielzahl Aquarelle und Fotografien. Beteiligt sind hier drei Laufenburger Künstler sowohl von badischer wie auch von der Schweizer Seite.

Und wie geht es weiter mit den Sanierungsplänen für das Museum, nachdem Anfang Jahr ein Sanierungs- und Erweiterungskredit an der Urne abgelehnt worden war? «Es wird weiter verhandelt», erklärt Burger und hofft auf einen Schub nach einer grossen Aussprache mit allen Beteiligten: Diese sei in naher Zukunft geplant. Neben dem Regierungsrat, der Gemeinde und der Denkmalpflege wird auch Swisslos mit von der Partie sein.

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