Nach Grenzöffnung

Schweizer Ansturm: 15'000 Pakete warten in deutschem Lager an der Grenze auf Abnehmer

15'000 Pakete können bei deutscher Lieferadresse endlich abgeholt werden

15'000 Pakete können bei deutscher Lieferadresse endlich abgeholt werden

Rund 15'000 Pakete haben Schweizerinnen und Schweizer an eine Lieferadresse im deutschen Bad Säckingen bestellt. Nach drei Monaten können diese nun endlich abgeholt werden. Für die langersehnten Pakete wurde am Montagmorgen Schlange gestanden.

Schweizerinnen und Schweizer können Waren, welche nicht in die Schweiz geliefert werden, an eine deutsche Adresse liefern lassen. Der Ansturm auf sein Paketlager brachte den Unternehmer Simon Kühn und sein Team am 15. Juni nahe an die Belastungsprobe.

Zwei Stunden lang standen einige in der Schlange, um ihre bestellten Waren bei Paketstellen auf deutschem Boden abzuholen. Weil die Grenzen zwischen Deutschland und der Schweiz wegen der Coronakrise geschlossen waren, stapelten sich die Bestellungen in den Lagerhallen auf der deutschen Seite. Das Lager von Simon Kühn in Bad Säckingen beispielsweise geriet an seine Fassungsgrenze: «In den drei Monaten haben sich über 15'000 Pakete bei uns angestaut», erzählt er dem Regionalfernsehsender TeleM1.

Der deutsche Unternehmer bietet seinen Kunden an, Waren, welche Internetvertreiber wie Amazon nicht in die Schweiz liefern, in sein Lager auf deutschem Boden, aber nahe an der Schweizer Grenze zu schicken. Dort kann man die Bestellungen abholen.

Während der Coronakrise war dies nun aber nicht möglich. Und so war der 15. Juni für die Belegschaft von Simon Kühn der Start in die wohl strengste Zeit des Jahres. Denn bis all die Pakete gelagerten Pakete abgeholt sind, geht es wohl noch mehrere Wochen. (mma)

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