Herznach
Schutz der Dörfer vor der Verkehrslawine auf der Staffeleggstrasse

Die zum Teil prekäre Verkehrssituation im Staffeleggtal erfordert dringend Lösungen. An einer öffentlichen Information über das Betriebs- und Gestaltungskonzept Staffeleggstrasse nahmen in Herznach rund 150 Personen teil.

Walter Christen
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Die heikelste Situation im ganzen Staffeleggtal ist der Verkehrsknoten im Zentrum von Herznach, wo es eine Entflechtung geben soll. – Foto: chr

Die heikelste Situation im ganzen Staffeleggtal ist der Verkehrsknoten im Zentrum von Herznach, wo es eine Entflechtung geben soll. – Foto: chr

Die Staffeleggstrasse mit dem Juraübergang vom Fricktal ins Aaretal ist eine stark befahrene Strecke und Ausnahmetransportroute von nationaler Bedeutung. Es verkehren etwa 10 000 bis 10 500 Fahrzeuge pro Tag auf dieser Strasse, welche vor allem von vielen Transportunternehmen als Autobahnzubringer von der A3 zur A1 bevorzugt wird. Dementsprechend gross ist der Anteil der Lastwagen, die durch das Staffeleggtal rollen. Und genau diese Fahrzeugkategorie ist es, die bei vielen Einwohnerinnen und Einwohnern von Herznach, Ueken und Densbüren grosses Unbehagen auslösen. Der Ruf nach mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer wurde in letzter Zeit immer lauter.

Die Behörden auf verschiedenen Ebenen (Gemeinden, Kanton) sind indessen nicht untätig geblieben; sie haben die gemeinsame Planung vorangetrieben und bereits die Regionalen Sachpläne verabschiedet (vgl. Bericht auf dieser Seite). Dann geht es jetzt einen Schritt weiter mit der Umsetzung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts Staffeleggstrasse, welches an einer öffentlichen Information in Herznach rund 150 Personen interessierte. Vorgängig stiess das Konzept bereits in Ueken bei einer grossen Zahl Einwohnerinnen und Einwohnern auf starke Beachtung, und heute Donnerstag findet die Orientierung auch in Densbüren statt.

Schwerpunktmässig sieht das Konzept (Belag-)Sanierungsmassnahmen auf der gesamten Staffeleggstrasse vor. Ein wichtiger und aus Sicht der Bevölkerung vordringlicher Punkt sind aber die Sicherheitsmassnahmen für den Langsamverkehr (Fussgänger, Velofahrer). Und nicht zuletzt geht es auch noch um die gestalterischen Aspekte, von denen man sich eine gewisse Verkehrsberuhigung verspricht.

Gemeinderat Urs Köppel hielt fest, dass das Betriebs- und Gestaltungskonzept Staffeleggstrasse ein Gemeinschaftswerk der Gemeinden Herznach, Ueken, Densbüren ist, in Zusammenarbeit mit dem Kanton. Der Schutz der Dörfer vor der Verkehrslawine wird viel Geld kosten. Zahlen liegen noch keine vor, da sich das Konzept noch im Bearbeitungsstadium befindet.

Projektleiter Fabian Gasser vom Kanton erwähnte: «Es geht primär einmal um die Optimierung der Verkehrsabläufe und um die Gestaltung im Strassenbereich.»

Verkehrsplaner Thomas Belloli sprach von Torelementen an den Taleingängen, von Kernfahrbahnen und in Herznach von der Optimierung des Zentrums, wo die Verkehrssituation besonders heikel ist.

Planung und Baubeginn auf den verschiedenen Abschnitten der ganzen Staffeleggstrasse erstrecken sich über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren.

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