Die Sommerferien sind vorbei. Im Fricktal machten sich gestern wieder Tausende Jugendliche auf den Weg zur Schule. Nach den langen Ferien hielt sich wohl bei so manch einem Schüler die Begeisterung darüber in Grenzen. Immerhin durften sich die Schüler der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) über ein komplett saniertes Schulhaus im Engerfeld in Rheinfelden freuen.

Nach der Fertigstellung des neuen Berufsbildungszentrums im Januar nahm die Stadt die Sanierung des bestehenden Schulhauses in Angriff. Neben der Erhöhung der Erdbebensicherheit und der Sanierung der Fassade wurden räumliche Anpassungen vorgenommen. Rund 30 Millionen Franken hat die Stadt für den Neubau und die Sanierung investiert (die AZ berichtete).

Die letzten Zügelaktionen fanden letzte Woche statt

«Ich freue mich, dass mit dem Beginn das Schulareal in den Pausen frei genutzt werden kann und die Räume betriebsbereit sind», sagt KUF-Schulleiter Beat Petermann. Noch in der vergangenen Woche standen die letzten Zügel-Runden an, um die neuen Klassenzimmer fix zu beziehen.

Mit 35 Klassen werden im Engerfeld im Vergleich zum vorherigen Schuljahr acht Klassen mehr unterrichtet. Konkret teilen sich 683 Schüler am KUF-Standort in Rheinfelden in 14 Bezirksschulklassen, 10 Sekundarschulkassen sowie 11 Realschul-, Berufswahlschul- und Kleinklassen auf. Im vorherigen Schuljahr waren es noch rund 550 Schüler, welche die KUF in Rheinfelden besuchten. Nach der Auflösung des Oberstufenzentrums Fischingertal (OSZF) finden vor allem Real- und Sekundarschüler aus Mumpf, Obermumpf, Wallbach und Schupfart einen Platz in Rheinfelden. «Ein Vorteil für uns war, dass drei OSZF-Lehrer ihre Klassen an den neuen Standort im Engerfeld begleitet haben», sagt Petermann. Insgesamt habe man rund 20 neue Lehrer-Stellen ausgeschrieben, die alle rechtzeitig besetzt werden konnten.

Zwar sei die KUF gewachsen, dies würde jedoch nichts an ihrem Charakter verändern. «Die Bezirk-, Sekundar- und Realschule bleiben autonome Einheiten mit einer dezentralen Standortleitung.» So werden auch weiter die Wege zwischen Lehrern, Eltern und Schülern einerseits und den dezentralen Standortleitern kurz gehalten.