Möhlintal

Schulgesetz: Abstimmung könnte Auswirkungen auf die Schullandschaft haben

Der Kindergarten Zeiningen könnte schon bald ins Schulhaus Brugglismatt einziehen.az archiv

Der Kindergarten Zeiningen könnte schon bald ins Schulhaus Brugglismatt einziehen.az archiv

Möhlin, Zeiningen, Zuzgen, Hellikon und Wegenstetten planen gemeinsam die Zukunft ihrer Schulen. Hintergrund dieser Planung ist die kantonale Abstimmung vom 12. März zum neuen Schulgesetz.

Stimmen die Aargauerinnen und Aargauer dem neuen Schulgesetz Mitte März zu, werden voraussichtlich ab dem Schuljahr 2014/2015 sechs Jahre Primarschule und drei Jahre Oberstufenschule (Bezirks-, Sekundar und Realschule) geführt – statt wie bisher fünf Jahre Primar- und vier Jahre Oberstufenschule.

Kommission erarbeitet Vertrag

Dieses Szenario hätte Auswirkungen auf die Schullandschaft im Möhlintal. Eine Schulkreiskommission – bestehend aus Mitgliedern von Schulpflegen und Schulleitungen aller beteiligten Dörfer – arbeitet derzeit an einem entsprechenden Vertrag. Geplant sind Oberstufenstandorte in Möhlin und Wegenstetten.

Konsequenzen hätte dieses Modell auf Wegenstetten und Hellikon, wo die Primarschulen zusammengelegt werden müssten, um im Wegenstetter Schulhaus Platz für die Oberstufenschüler zu schaffen.

Es sind Konsequenzen, die den beiden Dörfern «vor allem Vorteile bringen», erklärt Schulleiter Patrick Geiger. Der Unterricht der 1. und 2. Klasse fände in Wegenstetten statt, die Lektionen der 3. bis 6. Klasse in Hellikon. «Das brächte einerseits den Vorteil, dass Hellikon ein volles Schulhaus hätte.

Andererseits könnten wir Jahrgangsklassen einteilen, was pädagogische sinnvoll ist», sagt Geiger. In Wegenstetten gäbe es genug Platz für einen Oberstufenstandort. Sechs statt bisher vier Abteilungen der Sekundar würden in Wegenstetten geführt, wie es das neue Gesetz verlangt.

Keine Oberstufe mehr in Zeiningen

Die weiteren Sekundarschüler des Möhlintals gingen in Möhlin zur Schule. Der bisherige Standort Zeiningen würde aufgehoben. «Durch den Wegfall der Oberstufe werden vier Klassenräume frei», sagt Hans Wagner, Präsident der Schulpflege Zeiningen.

«Dies gibt Raum, um den Kindergarten ins Schulareal Brugglismatt zu integrieren.» Damit kann der Kindergarten aus den Räumlichkeiten im Mitteldorf ausziehen, die «nicht mehr den heutigen Ansprüchen entsprechen», wie Wagner sagt.

Auf Möhlin – wo der Schulraum bereits jetzt äusserst eng ist – hätte das neue Konzept keine direkten Auswirkungen, sagt Schulpflegepräsident Edgar Knecht: «Nach den aktuellen Prognosen wird sich das Platzproblem nicht verschärfen.» In der geplanten Dreifachturnhalle sind ausserdem weitere Räume für die Schule angedacht.

Ende Januar 2012 wird die Schulkreiskommission nun den Gemeinderäten im Möhlintal den erarbeiteten Vertrag zur neuen Oberstufenplanung vorlegen. Nachdem das Resultat der Abstimmung im März bekannt ist, könnte das Schulkonzept an den jeweiligen Sommergemeinden 2012 behandelt werden. «Da der aktuelle Vertrag eine Kündigungsfrist von zwei Jahren hat, bewegen wir uns in einem komfortablen Zeitrahmen», sagt Knecht.

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