Rheinfelden
Schule Engerfeld soll für 28,5 Millionen Franken erweitert werden

Vor mehr als 33 Jahren wurde die Schulanlage Engerfeld in Betrieb genommen. Nun ist die Zeit gekommen, die Schule zu sanieren.

Ingrid Arndt
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Der Neubau soll sich harmonisch in die vorhandene Anlage einfügen. Visualisierung zvg

Der Neubau soll sich harmonisch in die vorhandene Anlage einfügen. Visualisierung zvg

Ingrid Arndt

Vor mehr als 33 Jahren wurde die Schulanlage Engerfeld in Betrieb genommen. Nach so langer Zeit besteht nun ein erheblicher Sanierungs- sowie neuer Raumbedarf. Ausgehend von der derzeitigen Situation erläuterte Stadtrat Hans Gloor an der Infoveranstaltung von Dienstagabend, was alles an den bestehenden Häusern saniert werden muss. Er erklärte, dass mit dem Bedarf der Kreisschule Unteres Fricktal, des Berufsschulzentrums Fricktal und durch die Verlegung der Oberstufe von Magden nach Rheinfelden neue Räumlichkeiten dringend nötig sind.

Berufsbildungszentrum

«Nach Planungsbeginn im Sommer 2013 wurde dann im November 2014 die Ausarbeitung des Projekts in Auftrag gegeben. Jetzt haben wir einen Stand erreicht, dass eine weitgehend endgültige Ausarbeitung vorliegt und wir diese den Einwohnern vorstellen können» erklärte Gloor. Allerdings, so der Stadtrat, gäbe es noch eine gewisse Unsicherheit mit dem Kanton wegen des Konzeptes für Berufsbildungszentren. Die Projektierungskosten von 2,15 Millionen Franken konnte die Stadt mit Eigenkapital finanzieren.

Stadtbaumeister Urs Affolter erläuterte Projektorganisation und Generalplanung, die Architekten Simon Epp und Patrick Schrepfer den Erweiterungsbau. Sie gingen vom derzeitigen Ist-Zustand der Schulanlage aus mit seinen Vor- und Nachteilen, führten aus, wie die nötigen Sanierungsmassnahmen, Sicherheitsstandards, Brandschutz, Statik und Bausubstanz verbessern werden. Es bestünden hier diverse Mängel, die jedoch auch entstanden sind durch im Laufe der Jahre geänderte Normen. Ziel der Schulhaussanierung sei es, Vorhandenes zu stärken, die gute räumliche Organisation innen wie aussen beizubehalten und gleichzeitig Wachstumspotenzial für spätere Generationen zu ermöglichen. Die Strategie des Vorgehens ist: Weiterbauen und vervollständigen, Möglichkeiten für spätere Aufstockungen im Auge behalten und eine Mensa als Herz der Anlage zu schaffen. Sie erläuterten sehr detailliert ihre Vorschläge und zeigten, wie der Neubau harmonisch in die vorhandenen Anlagen eingefügt wird.

Die Arbeiten sind in Etappen und weitgehend ohne Provisorien geplant, die Begegnungsmöglichkeiten im Altbau bleiben bestehen, das neue Gebäude wird natürlich überdacht mit den anderen Häusern verbunden. Baubeginn wird voraussichtlich im Herbst 2016 sein, die Kosten dafür, so Marc Bühler, Leiter des Generalplanungsteams, sind total und schrittweise mit 28,5 Millionen Franken veranschlagt.

Restauffüllung Wäberhölzli

Als weiteres Vorhaben stellten Stadtammann Franco Mazzi, Stadtoberförster Kurt Steck und Umweltingenieur Beni Tettamanti das Projekt Wäberhölzli vor, erklärten, warum die Restauffüllung notwendig und sinnvoll ist. Nach diesen Ausführungen gab es eine sehr lebhafte, teils kontroverse Diskussion, bei der natürlich nicht alle Einwendungen geklärt werden konnten. Nach einer öffentlichen Auflage von Anfang Juli bis Anfang August und einem Waldgang soll ein Beschluss dazu im Dezember 2015 erfolgen.

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