Kunstobjekt, Bank oder eher Bewegungselement? Über die Bezeichnung der neuen Holzkonstruktion auf dem Pausenhof der Oberstufe in Frick lässt sich streiten. Für die Schüler ist es hingegen klar, worum es sich handelt: «Hier an der Schule sprechen alle nur noch von der Welle», sagt der Landschaftsarchitekt Bernhard Stöckli, der die Idee zu der wellenförmigen Konstruktion hatte. Offiziell handle es sich bei der Welle aber um eine Bank zum Sitzen, Liegen und Verweilen.

Die Quadratur ist aufgebrochen

Im Zuge der Modernisierung des in die Jahre gekommen Pausenhofs äusserten die Schüler in Workshops ihre Wünsche, welche Elemente für den Pausenhof wichtig seien. «Die Schlagwörter Bewegung und Klettern sind dort oft gefallen», erzählt der Landschaftsarchitekt. Weiter würde das wellenförmige Objekt neuen Schwung in die Optik des Pausenhofs bringen, da seine quadratische Struktur durch die Welle aufgebrochen werde.

18 000 Franken hat der Bau des neuen Objektes gekostet – 13 000 Franken das Metallgerüst und 5000 Franken die Bretter aus Lerchenholz. Finanziert wurde es aus einem Teilbetrag eines Kredites, dem an der Gemeindeversammlung im Sommer 2014 zugestimmt wurde. Das Metallgerüst wurde von der Fricker Firma Metatec konstruiert und in den Frühlingsferien auf dem Pausenhof zusammengesetzt. Die Bretter stammen von der Hobak AG aus Frick. «Die Welle ist zu einhundert Prozent ein Fricker Produkt», sagt Stöckli.

Innerhalb von fünf Tagen wurden die 228 Holzlatten auf das Metallgerüst, das an seiner höchsten Stelle knapp zwei Meter misst, montiert. Die Holzbretter wurden von den Oberstufenschülern unter der Leitung von Werklehrer Emmanuel Rhyn in der Woche nach den Frühlingsferien verlegt: «Insgesamt mussten 684 Löcher gebohrt werden, um die Holzbretter anzuschrauben», erzählt Rhyn und schiebt nach, dass die Schüler von der Fertigstellung ihrer neuen Welle so angetan waren, dass sie nach Schulende einfach weiter arbeiten wollten.

Die Schulgemeinderätin und Präsidentin der Baukommission, Susanne Gmünder Bamert, ist begeistert davon, wie gut die neue Pausenhofattraktion als Bewegungselement bei den Schülern ankommt: «Viele Schüler nutzen die Steigung, um hinaufzuklettern und sich zu bewegen – sogar diejenigen, die sonst in der Pause nur rumstehen. Einige Schüler haben sich schon beklagt, dass in der Pause nie Platz auf der Welle sei», erzählt sie und fügt hinzu, dass sogar bei Regen viele Kinder und Jugendliche auf der Welle anzutreffen seien. So sei es auch denkbar, dass irgendwann eine zweite Welle den Pausenhof zieren könnte, was jedoch, wie vieles, vom Budget abhängig sei.