Kaiseraugst / Sisseln

Schock: Chemiebetrieb DSM entlässt im Fricktal rund 120 Mitarbeitende

Dunkle Wolken über dem DSM-Werk Kaiseraugst: Entlassungen stehen bevor.

Dunkle Wolken über dem DSM-Werk Kaiseraugst: Entlassungen stehen bevor.

Schock für die Belegschaft des Chemieunternehmens DSM in den Fricktaler Werken: 120 Stellen sollen – vor allem in Kaiseraugst und in geringerem Ausmass auch in Sisseln – abgebaut werden.

Auf der einen Seite baut die chemische Industrie im Fricktal für Hunderte Millionen Franken (Beispiel: Neubau von Novartis in Stein) ihre Infrastruktur aus. Auf der anderen Seite werden Stellen abgebaut und Mitarbeitende entlassen.

Aktuell ist dies im Fricktal bei DSM Nutritional Products der Fall, einer Geschäftseinheit der Royal DSM mit Sitz in Heerlen (Niederlande) mit der weltweit grössten Produktion von Vitaminen, Carotinoiden, Nahrungsfetten, Enzymen und anderen Zutaten für die menschliche und tierische Ernährung. Dieser Zweig entstand 2003, nach der Übernahme der Abteilung Vitamine und Fine Chemicals der F. Hoffmann-La Roche.

Strukturelle Anpassungen in der Region

DSM Nutritional Products kündigt strukturelle Anpassungen in der Region um Basel an. Dies wird Auswirkungen vor allem am Sitz in Kaiseraugst haben und in einem viel geringeren Ausmass an den Standorten Sisseln und Village-Neuf. Es ist dies die Folge der fast geschlossenen Integration einer Anzahl von signifikanten Akquisitionen und der damit verbundenen strategischen Umlenkung.

«Es trifft zu, dass die geplante Umsetzung leider zur unvermeidbaren Entlassungen von rund 120 Mitarbeitenden in der Region Basel führen wird, mit Schwerpunkt Kaiseraugst», hielt DSM-Mediensprecher Alex Filz gegenüber der Aargauer Zeitung fest. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in der Region rund 3000 Personen.

«Betroffen sind Mitarbeitende südlich des Rheins, zu je etwa einem Drittel Schweizer, Grenzgänger und Angestellte anderer Nationalitäten. Die genaue Aufschlüsselung wird Gegenstand der bereits eingeleiteten Konsultationen mit Arbeitnehmervertretungen sein, ebenso die Frage, ob der Stellenabbau Personal aus der Produktion und Kader betrifft, wobei als Ansatzpunkt die zentralen Verwaltungsfunktionen sowie der Bereich Innovation definiert sind», führte Alex Filz weiter aus.

«Keine Produktionsunterbrüche»

Die Aargauer Zeitung wollte weiter wissen, welche Auswirkungen die Entlassungen auf die betroffenen DSM-Werke habe könnte. Dazu Mediensprecher Filz: «Wir rechnen weder mit Produktionsunterbrüchen, noch mit Stilllegungen oder Einschränkungen bei der Belieferung unserer Märkte.»

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