Bereits zum zehnten Mal waren die «Salm-Tratschä» unterwegs in den vier Altstadtbeizen «Adler», «Probstei», «Warteck» und der Zunftstube «Schiff» und stellten ihre Schnitzelbank unter das Motto «Männer». Zu den Melodien von «Das bisschen Haushalt» und «Immer, immer wieder geht die Sonne auf» nahmen sie das Stadtgeschehen aufs Korn:

Zwei Länder eine Stadt…
schön, wenn mer so en Slogan hat
Au de grenzüberschritend Verkehrsverein, isch uf beide Sitte deheim
Mitglieder uf beide Site vom Rhy
Au im Vorstand sind beidi Länder debi.
Jetzt striicht de dütsch Stadtrot d’Sitzigsgelder für d’Touristinfo-Lüt
Us gemeinsame Sitzige wird in Zuekunft nüt.
Me frogt sich, händ die de Spardruck ufem Tisch
Oder ob das echt e Retourkutsche für euse dumm Waldstadtslogan isch.

Auch die Überholung der «MS Stadt Laufenburg» kam bei den «Salm-Tratschä» vor:

Euses Schiffli isch scho alt, doch bringt mers in Schuss.
Durch e Heizig chunt de Gascht au im Winter in Gnuss -
Aber brünzle muener trotzdem voruss.
En höche Standard, hät mer welle für wenig Geld.
Die ganzi Rächnig hät sich denn höcher usegstellt -
Mer hätti lieber es neus Schiffli bschtellt.

Und auch «De Böögg» machte sich über die Schiffssanierung lustig:

Es het mi gwonderet weroms so lang goot
bes weder chont, öises Boot,
zmetzt im Sommer do eschs denn cho,
en rächte Anker hets au bechoo.
Usgröschtet met wiitere Schiggane
E Buugstraalrueder ond nöi Stange för de Fahne
Au e Heizig dass im Wenter ned früüre muesch,
wenn e Faart met dem Iisbrächer mache duesch.

Auch die neue Stadthalle war Thema beim «Böögg»:

Ond woni do mol be häre cho – oh Schreck!
Die nöi Halle het a de Wand jo scho en Fläck!?!?
Vo nöchem gsen’is, ond be doch froo,
das esch das nöie Stadthalle-Logoo.
Werom so chlii, dueni denn dänke, aber das isch doch klara,
nöime mues me jo aafo spara…

Das Trio «Salzstreuer» war in dieser Besetzung erstmals unterwegs. «Wasser und Suuger» hatten sich weibliche Verstärkung geholt und fanden auch Pointen zum Thema Stadthalle:

Alli Türe sind no zue
I eusere neue Halle
Für d’Stadthalle wird en Abwart gsuecht
Doch de Job de esch verfluecht
Es halbs Johr schpöter esch’s verbie
Es esch glaub de falschi gsi.

Und – zur Melodie von «Alle Vögel sind schon da» – wurden die Stadtratswahlen thematisiert. Gleich vier neue Räte wurden gesucht. Doch:

Eusi Sorge send schnell verbii
Mer händ sebe Kandidate
Eine esch Künschtler, ein Zahlemänsch
En Bähnler und zwe wo’d öberhaupt ned känsch
En Beck und de wo well dine bliibe
Sie wend sech zäme d’Ziit vertriebe

Das Volk hat die Auswahl getroffen. Der «Salzstreuer» kommentiert das Resultat und hat auch gleich noch einen Vorschlag für einen Abgetretenen bereit:

Alli Vögel send vo Sulz
Alli jo fascht alli
Amme, Vice ond de Schriber
Au en Sulzer zählt Föifliiber
Mer vom Land fendet das sehr glatt
Ab jetzt regiered d’Sulzer d’Stadt.


Die alte Röt händ jetzt vell Ziit
Was machet ihr jetz alli?
Für de Ruedi hätte mer es neus Mandant
Öbernemm du doch es Reschtaurant.
Du chasch guet rede, besch charmant
Im Apéröle sogar brilliant.