Frick
Schnitzelbank zum 950 Jahre-Jubiläum von Frick

Louis Müller aus Frick hat im Vorfeld des 950. Jubiläumsjahrs einen Schnitzelbank über sein Dorf verfasst. In 26 Strophen stellt er die Gemeinde in gereimten Versen poetisch und mit einer Portion Humor vor.

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Frick, fotografiert von der Pfarrkirche St. Peter und Paul

Frick, fotografiert von der Pfarrkirche St. Peter und Paul

Lucas Zeugin

Kommst vom Rhein her hinauf ins Fricktal,

Bescheint mit dem hellen Sonnenstrahl,

Siehst die Kirschbäume blühen in voller Pracht,

Man siehts sogar bei Vollmond in der Nacht.

Geformt wie der Dreikönigskuchen,

In der Mitte das Marktstädtchen Frick,

Beflaggt mit dem Fuchs in der Fahne,

Liegt es da unten im Tale.

Umschlungen von anderen Kuchenteilen,

Die Nachbardörfer um Frick sich verweilen.

Kornberg, Frick- und Thiersteinberg, im Sonn der Halde

Und deren Füchslein im nahen Walde.

1064 das Dorf erstmals verbucht,

Nachdem man lange darnach gesucht.

Nun tun wir feiern mit Stolz 950 Jahre,

In Gottes Händen es immer von Unheil bewahre.

Was unter uns liegt zu Füssen,

Tun zur Feier wir auch begrüssen.

Das weiss jeder Mensch, ob Sie oder Er,

Es sind die Dinosaurier.

Stolz zeigt sich dieses Phänomen,

Am Tor der Einfahrt von Süden her.

Diese Grösse wohl keiner übersehen kann,

Man es auch im Museum bestaunen kann.

Fleissig reisst man die Erde auf

Und Sucht nach alten Stätten auch,

Man fand sie unweit im Boden,

Römische Mauern im Dorfe oben,

So sprechen Sie, die Kulturgestalter,

Frick verdiene noch ein höheres Alter.

Der Mensch, er fühlt sich gut in Frick, dem Tal,

In kurzer Zeit ist man überall.

Geschäfte und Praxen, für Freuden und gegen Leiden,

Wer möchte da nicht verbleiben?

Auf dem Rampart eine stolze Kirche steht,

Auf der anderen Seite der Reformierte hingeht.

Man lebt gemeinsam, Verständnis für jeden,

Für die Dorfgemeinschaft ein Segen.

Der Bahnhof im Dorfe, das Juwel für die Gemeinde,

Dazu die Polizei schützt gegen böse Feinde.

Die Kreisel lenken heute den Verkehr,

Weil der Leute und Autos immer mehr.

Ein Marktstädtchen schon seit langen Zeiten,

Locken die Leute von überall her.

Man hält auch ganz alte Sitten,

Zu sehen an Umzügen, zu Fuss und beritten.

Coop und Migros, nahe beieinander,

Lidl, Aldi, Otto nicht weit weg im Dorf,

Banken mit miesen Zinsen,

Gibt’s auch genug im Ort.

Spielzeuge für jedes Kindesalter,

Der Binkert Franz, dessen Verwalter.

Brauchst Du Raketen zum Steigen oder Krachen,

Bei ihm findest Du all diese Sachen.

Golf und Tennisplätze nicht vergessen,

Wo die Leute sich gegeneinander messen.

Fitnessräume und ein Campingplatz,

Haben in Frick auch ihren Platz.

Frick bietet Sport für Jung, Frau und Manne,

Ist es draussen kalt, hat man die Halle.

Die Polizei im Dorfe gibt ein sicheres Gefühl,

Den Verkehr sucht man zu lenken für weniger Gewühl.

Apotheken, Drogerien, Restaurants und Cafés,

Stehen für des Kunden Begehrlichkeiten,

Erhalten Besuch von nah und fern,

Darum auch hat man Frick so gern.

Ein «Flaschenhals» gross angeschrieben,

Hat tatsächlich etwas für durch den Hals,

Durch den die mannigfaltigen Tropfen gleiten

Und so dem Käufer Freude bereiten.

Die Post, ein Kino, alles präsent,

Viele Handwerker bieten den Dienst uns an.

Ein Möbelgeschäft der Firma Brem,

Kann man bei der Dorfeinfahrt schon sehen.

Vergessen wir nicht das Altersheim,

Darf auch in unserem Dorfe sein,

Da ruhen sie aus, von Besuchern erfreut,

Bis sie dereinst der Tod ereilt.

Noch mehr von all den nützlichen Sachen,

Tun die Fricker zufrieden machen.

Die Pro Senectute für alte Leute einquartiert

Und das Rote Kreuz im Dorf postiert.

Schön platziert das Schwimmbad liegt,

Zieht Leute an von nah und fern,

Unter Dach ein Hallenbad es gibt,

Auch darum hat man die Ortschaft gern.

Verschiedene Lehrer vermitteln Bildung,

Bringen ihr Wissen den Schülern bei,

Von rund ums Dorf da kommen sie her,

Um zu holen, was man im Leben braucht so sehr.

Auch für Seelenheil ist die Hilfe da,

Und die Gratishilfe wär so nah.

Mit Geld sucht man andere Berater,

Sie schiessen aus dem Boden, all die Psychiater.

Die Winzer krampfen, pressen, lassen ihn reifen,

Bis wir zum Fläschchen dürfen greifen,

Man prostet auf den guten Fricktaler Wein

Und so soll es nach weiteren 950 Jahren sein.

Gibt es, ab all den positiven Sachen,

Noch jemand der nicht kann lachen,

Auch für den ist gesorgt, dass er geheilt werden kann,

Der gehe hin zum Meck à Frick,

Dort bietet man einen Lachkurs an.

Unser Dorf, wir der Gemeindeleitung anvertrauen,

Die nach so vielen Dingen muss schauen.

Wir wünschen ihr Glück und gutes Denken,

So wird sie unser Dorf in eine gute Zukunft lenken.

Louis Müller

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