Ganz egal, ob es sich um einen winzigen Chihuahua oder eine Riesendogge handelt: In der Schweiz muss jeder hier gehaltene Hund registriert werden. Grösse, Rasse oder Alter spielten dabei keine Rolle. Die elektronische Kennzeichnung erfolgt mittels Mikrochip – dieser wird vom Tierarzt unter die Haut des Hundes gespritzt – und der vollständigen Registrierung in der Hundedatenbank.

Diese Registrierung erfolgt ebenfalls durch den Tierarzt. Neu hingegen muss er die Angaben an die Hundedatenbank Amicus liefern. Diese hat die bisherige Plattform Anis mit Jahresbeginn abgelöst. Verschiedentlich wird nun in den Medien vom Chaos geschrieben, das die neue Datenbank für Gemeinden, Tierärzte und Hundehalter verursacht. «Wir können diese negativen Erfahrungen nicht bestätigen», sagt Michael Widmer, Gemeindeschreiber von Magden.

«Die Ablösung des Systems Anis durch Amicus war gegenüber den Gemeinden durch die Kantonstierärztin zwar relativ kurzfristig kommuniziert worden. Dies führte bei einigen Gemeinden zu Unsicherheiten», so Widmer, der davon als Mitglied des Kantonalvorstands des Verbands Aargauer Gemeindeschreiberinnen und Gemeindeschreiber erfahren hatte. Auch Caroline Liechti, Leiter der Fricker Einwohnerkontrolle kann hinsichtlich der neuen Datenbank nichts Nachteiliges sagen, ausser der kurzfristigen Wechsel-Bekanntgabe.

«Das war ganz kurz ein Schock.» Wenn sie bisher auch noch keine Anmeldung für Frick auf der neuen Plattform habe vornehmen müssen, so hat sie sich gleichwohl gleich zu Jahresbeginn auf der Online-Plattform von Amicus etwas umgesehen. «Klare Optik und übersichtliche Darstellung», ihr erster Eindruck. Im Vergleich zum Start habe es bereits Anpassungen gegeben. So waren auf der Startseite anfänglich als direkte Ansprechpersonen nur Gemeinden, Tierärzte und Hundehalter aufgeführt. Mittlerweile wurde die Liste mit Verlinkung zu den richtigen Dokumenten für Kantonsmitarbeiter, Polizeimitarbeiter sowie Hundeschule-Mitarbeiter erweitert.

Eröffnung eines Benutzerkontos

Auch ein Fricktaler Hundehalter, der eine Mutation bei einem seiner Hunde bei Amicus eintragen wollte, dabei aber nicht weiterkam, erklärt, dass umgehend nach einen entsprechenden Mail an Amicus der Fehler behoben wurde. Neu kann er als bereits registrierter Hundehalter unter anderem Abgabe, Übernahme, Ausfuhr und Tod seines Hundes oder Ferienadresse selbst eintragen. Sollte hingegen eine Adresse geändert werden, so muss das über die Gemeinde geschehen. Neu für diese ist, dass sich Ersthundehalter bei der Gemeinde melden müssen. «Wir eröffnen dann ein Benutzerkonto auf Amicus», erklärt Caroline Liechti.

Einfacher als bei Anis, so Liechti, sei bei Amicus auch die Suche. So gelange man alleine schon mit der Eingabe eines Personennamens schnell zum gewünschten Hundebesitzer.