Laufenburg DE

«Schlössle» bekommt Luxus-Flügel

Mit einem Autokran wurde der Flügel auf den «Schlössle»-Balkon gehievt. ska

Mit einem Autokran wurde der Flügel auf den «Schlössle»-Balkon gehievt. ska

Der umgerechnet 125000 Franken teure Steinway-Konzertflügel ist wohlbehalten im «Schlössle»-Saal angekommen. Stadträtin Maria Theresia Rist zeigt sich «wahnsinnig stolz».

354 Kilogramm schwer, 2,11 Meter lang: Es war gar nicht so einfach, den neuen Steinway-Konzertflügel B-211, der fortan im Laufenburger «Schlössle» für erhabene Konzerte zur Verfügung stehen wird, an den Bestimmungsort zu bringen. Mit schwerem Gerät, sprich einem Autokran, wurde das umgerechnet 125 000 Franken teure Instrument erst über zwei Stockwerke hinweg auf den «Schlössle»-Balkon gehievt und dann in den Panoramasaal transportiert.

«Wir haben einen mächtigen Aufwand betrieben, damit das alles so klappt», erklärte Stadträtin Maria Theresia Rist, Vorsitzende des Fördervereins Kultur im «Schlössle», am Ende erleichtert. Etwas mehr als ein Jahr hatte es gedauert, bis die Mitglieder dank Zuschüssen, Sponsoren und Spenden den Betrag – bei einem Zuschuss der Stadt von umgerechnet 35 000 Franken – zusammengetragen hatten. Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt halfen beim finalen Akt mit, ehe Rist, die zweite Vorsitzende Tatjana Fahnenstiel und Klavierbauer Claudio Labianca die Anspannung abstreifen konnten.

Doch mit Anschaffung und Platzierung des neuen Flügels ist die Arbeit des Fördervereins längst nicht beendet. Denn jetzt geht es weiter mit der Konzertreihe «Mary Codman Classics». In einem Festkonzert am Sonntag, 20. Januar, 17, Uhr, wird der Schweizer Pianist Adrian Oetiker das Instrument erstmals zum Klingen bringen.

Tasten konnten gekauft werden

Von Anfang an war der Wunsch, einen Steinway-Konzertflügel für den «Schlössle»-Saal anzuschaffen, in der Öffentlichkeit auf grosse Resonanz gestossen. Um dem Vorhaben eine Lobby zu geben, hatte sich im Mai 2017 der Förderverein gegründet, der dann im November desselben Jahres in die Werbung für das Vorhaben eingestiegen ist. Die Idee: Statt einfach nur Geld zu spenden, konnte man für einen fixen Betrag schwarze oder weisse Klaviertasten erwerben. Weiter haben die Stadt Laufenburg und die Sparkasse jeweils einen Betrag zur Verfügung gestellt. Neben der Tastenaktion fanden ausserdem Benefizkonzerte statt. Im Dezember 2018 war es dann soweit: «Wir sind mit einer Abordnung nach Hamburg gereist und haben uns einen Flügel ausgesucht», so Maria Theresia Rist. Und jetzt ist der Steinway geliefert, aufgestellt und gestimmt worden. «Wir sind wahnsinnig stolz auf das, was wir geleistet haben, und dankbar, dass wir so unterstützt worden sind», freut sich die Vorsitzende über das neue Instrument.

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