Im Kanton Basel-Landschaft wird derzeit über die Zukunft der Gymnasien diskutiert. Bis zu den Sommerferien erarbeitet eine Arbeitsgruppe verschiedene Zukunftsvarianten. Ein Szenario ist dabei, dass in Muttenz nach 2028 die Fachmittelschule (FMS) zentralisiert, dafür aber das Gymnasium geschlossen wird. Dies hätte Auswirkungen aufs Fricktal, besuchen doch derzeit 257 Fricktaler Schüler das Gymnasium in Muttenz. Weitere 46 absolvieren dort die FMS (die AZ berichtete).

Nun wird die Baselbieter Gymnasiums-Diskussion auch zum Thema in der Aargauer Politik. Der Möhliner Grossrat Andreas Fischer (Grüne) wird in der nächsten Grossratssitzung am 15. Mai eine Interpellation zum Thema einreichen. «Fast alle Fricktaler Grossräte haben mir ihre Unterstützung zugesagt», so Fischer. «Wir wollen unter anderem vom Regierungsrat wissen, was er in der Sache zu tun gedenkt und wie er auf den Entscheid im Baselbiet Einfluss nehmen will.» Weiter gehe es um die Fragen, welche Alternativen Fricktaler Gymnasiasten künftig hätten und ob allenfalls ein Gymnasium im Fricktal wieder zum Thema werden könnte. Der genaue Fragekatalog werde derzeit ausgearbeitet.

Es sei wichtig, frühzeitig politisch aktiv zu werden und gegen die Baselbieter Schliessungspläne zu protestieren, ist Andreas Fischer überzeugt. «Das Gymnasium Muttenz ist elementar fürs Fricktal», betont er. Sollte es wegfallen, hätten viele Fricktaler Schüler künftig einen deutlich längeren Schulweg.