Fricktal

Schlamperei bei Kontrolle der Atemschutz-Ausrüstung kann tödlich enden

Intensive Kontrolle der Atemschutz-Ausrüstung ist mehr als nur Herumbasteln während des Lehrgangs. pro

Intensive Kontrolle der Atemschutz-Ausrüstung ist mehr als nur Herumbasteln während des Lehrgangs. pro

Damit Atemschutzträger im Ernstfalleinsatz im dichten Rauch nicht mit verheerenden Folgen konfrontiert werden, muss die Gerätschaft zuverlässig gewartet werden, wofür 26 neue Gerätewarte geschult und geprüft wurden. Ein Muss in der Ausbildung.

Der Einstieg der jungen Feuerwehrleute in den zweitägigen Kurs im Zivilschutzzentrum war eher spielerischer Art, aber hatte einen äusserst durchdachten und seriösen Hintergrund.

In einer Schachtel fanden die 24 Männer und zwei Frauen ein Dutzend spielzeugartige Komponenten wie Schläuche, eine PET-Flasche, Trichter, Maske oder Thermometer. Daraus galt es einen Pressluftatmer auf symbolische Art zusammenzubauen, die Teile fachgerecht zu benennen und die Luftwege aufzuzeigen. Was so spielerisch begonnen hatte, endete am nächsten Tag mit der Meisterprüfung.

Vier kantonale Instruktoren im Dienste der aargauischen Gebäudeversicherung und unter der Kursleitung von Andy Bussinger, Wallbach, trimmten die Atemschutz-Gerätewarte intensiv auf ihren verantwortungsvollen Job in den Feuerwehren. Jährlich werden für die Feuerwehren im Kanton rund vierzig Teilnehmer neu instruiert.

«Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Eigeninitiative und technische Kompetenz zeichnen diese Leute aus», betonte Bussinger. «Befindet sich ein Atemschutzträger mit einer defekten Maske in einem Ernstfalleinsatz im dichten Rauch, kann das verheerende Folgen haben», zeigte er Konsequenzen einer eventuellen mangelhaften Wartung auf. «Deshalb wurde vor zwei Jahren dieser Kurs von Praktiker für Praktiker neu konzipiert», fügte er an.

Die Gerätewarte sind verantwortlich für die Einsatzbereitschaft, die Pflege und den Unterhalt der Atemschutzausrüstungen, deren korrekte Zerlegung und den richtigen Zusammenbau und nehmen kleinere Reparaturen vor. Dazu braucht es Detailkenntnisse, denn sie sollten die Bauteile auswendig und korrekt benennen. Sie instruieren zudem die Atemschutzträger und retablieren mit ihnen die Ausrüstungen.

Der Kurs wurde am zweiten Tag mit einem anspruchsvollen und herausfordernden Parcours an vier Posten quasi als Dessert abgeschlossen. Bewusst hatte Bussinger in die Atemschutzausrüstungen Mängel eingebaut, welche immer wieder in der Praxis auftreten und nun von den Atemschutz-Gerätewarten gefunden und behoben werden mussten.

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