Wallbach
Saure Arme in ruhigem Fahrwasser bei der Schweizer Meisterschaft

Die Pontoniere dürfen auf eine erfolgreiche Schweizer Meisterschaft in heimischem Gewässer zurückblicken.

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Jessie und Debbie Jegge bescherten den organisierenden Wallbacher Pontonieren eine Silbermedaille. ho

Jessie und Debbie Jegge bescherten den organisierenden Wallbacher Pontonieren eine Silbermedaille. ho

Justine Speissegger

Punkt 7.30 Uhr ertönte in Wallbach ein Böllerschuss und das erste Kratzen eines Stachels an den Steinen am schweizerischen Ufer. Mit der Schiffsnummer eins wurden die Schweizer Meisterschaften der Pontoniere eröffnet. Gefahren wurde das Schiff von OK-Präsident René Ott und Thomas Wehrli. Ott stand zuvor 15 Jahre nicht mehr im Schiff, wollte es sich aber nicht nehmen lassen, als ältester Fahrer das Wettfahren zu eröffnen.

Rund 950 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer massen sich an den beiden Tagen auf dem über 200 Meter breiten Rhein. Die Durchfahrten, Pfeiler und Ziellandungen waren durchaus gut zu fahren und eine Runde ohne Abzüge machbar. Doch mit der Breite des Flusses wird auch der Parcours länger und somit kam wohl das eine oder andere Fahrerpaar an seine körperlichen Grenzen. Am Ende des Parcours wartete sogar noch eine Stachelfahrt auf die Teilnehmer, welche es mit meist übersäuerten Armen zu bewältigen galt.

Das Wetter spielte an diesem Wochenende mit. Der bewölkte Himmel und der leichte Wind brachten vor allem für die Wettkämpfer eine willkommene Abkühlung. Wer den Parcours geschafft hatte, konnte sich auf dem kompakten Festgelände bei Speis und Trank erholen und den weiteren Sektionen entspannt zusehen. Am Abend konnte bei Unterhaltung durch die Fricktaler Band Silverbirds oder auf der schwimmenden Bar der anstrengende Tag und die eine oder andere heikle Entscheidung mit Wettstreitern diskutiert werden.

Gastgeber mit Doppelbelastung

Für die durchführende Sektion ist ein Wettfahren auf heimischem Gewässer immer etwas Spezielles. Der Druck ist gross, denn niemand kennt das Wasser hier so gut wie die Wallbacher Pontoniere. Gleichzeitig leiden die Trainings gerade die letzten Wochen vor dem Wettfahren unter den Aufbauarbeiten, und auch die Teilnahme am Wettkampf läuft fast nebenher, schliesslich muss auch eine Festwirtschaft betreut werden.

Trotzdem dürfen die Wallbacher Pontoniere auf eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Schweizer Meisterschaft zurückblicken. Mit Debbie und Jessie Jegge durften sie sogar eine Medaille bejubeln, die Schwestern holten in der Kategorie F hochverdient die Silbermedaille.(ng)

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