Wenn es so langsam zu herbsten beginnt und es früher dunkler wird, bricht die Zeit an, in der es wieder einige in die warmen Dampfbäder oder Saunalandschaften der Wellness-Oasen treibt. Dass im Sole Uno in Rheinfelden nach dem heissen Sommer die Besucherzahlen so langsam wieder anziehen, bestätigt Betriebsleiter Sven Malinowski. Eine Selbstverständlichkeit sei dies jedoch nicht. «Es geht darum, die Gäste mit neuen Attraktionen bei der Stange zu halten, sich von anderen Bädern abzugrenzen und zu antizipieren, was der Besucher will.»

Um sich abzugrenzen, setzt das Sole Uno unter anderem auf sein Alleinstellungsmerkmal, die Natursole, die in der Saline Rheinfelden-Riburg gefördert und via Pipeline direkt ins Parkresort geleitet wird. Rund zwei Millionen Franken hat das Parkresort in zwei neue Räume investiert. So fliesst im Gradierraum das Salzwasser über warme Natursteinblöcke, verdunstet, reichert die Luft mit Salz an und entfaltet so eine lindernde Wirkung auf die Atemwege. «Das Salz kristallisiert dabei aus und es entsteht ein optischer Effekt», erklärt Malinowski.

«Erlebte Entspannung»

Generell sei es immer noch so, dass die meisten, die das Sole Uno besuchen, auf der Suche nach Entspannung sind. Hinzugekommen sei, dass der Trend hin zur «erlebten Entspannung» geht, «Wellness muss erlebbar sein», so Malinowski. «Dem kommen wir beispielsweise nach, indem wir bei Kneippanwendungen ein Warmwasserbecken mit einer Temperatur von 40 anstatt 35 Grad anbieten. Auch die Verarbeitung von natürlichen Materialien wie Marmor, Stein und Holz oder Wasserfallduschen und Aroma-Dampfbäder tragen dazu bei.»

Ein weiterer Trend sei die Individualisierung des Wellness-Erlebnisses. Diesem käme man nach, indem man Umfragen unter den Gästen durchführe. «Wir haben herausgefunden, dass sich die Saunagänger nicht nur mehr Aufgüsse, sondern auch Ausgefallenes wie Salzpeeling- und Fruchtaufgüsse wünschen», sagt Malinowski.

Zu beobachten sei auch, dass die Besucher immer länger bleiben. «Früher waren es im Schnitt eineinhalb Stunden, heute sind es zwischen drei und vier», so Malinowski. Diesen Trend hat das Sole Uno mit sogenannten Wohlfühl-Arrangements aufgenommen – Gutscheine, die einen längeren Aufenthalt im Sole Uno mit unterschiedlichen Anwendungen wie Lavastein oder Aromaöl-Massagen zum vergünstigten Paketpreis beinhalten.

Ein Trend, der schon länger bestünde, sei, dass sich die Besucher bewusster ernährten. Dies hat sich auch auf das Angebot der insgesamt drei Restaurants im Innenbereich ausgewirkt. So greifen die Leute vermehrt zum Smoothie und Salat anstatt zu Schnitzel und Cola. «Wobei die Fraktion, die es deftig mag, immer noch gross ist», sagt Malinowski.

Eine grosse Steigerung sei fast nicht mehr möglich, sagt Malinowski, denn es werden nicht mehr als 480 Gäste gleichzeitig hineingelassen. Hintergrund der Massnahme: «Die Gäste sollen bei uns Ruhe und Entspannung finden. Ist es zu voll, hat der Gast nichts davon und kommt nicht wieder.»